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b) Aus den Berichten der Reisenden und Forscher. 239
in Gestalt der drei Gefangenen noch zur Verfügung stehenden Speisen so generös gewesen. Doch gelang es den Gefangenen glücklicherweise noch in derselben Nacht, als die Wachsamkeit der siegestrunkenen Wilden eingeschläfert war, zu entfliehen und nach mancherlei Fährnissen von einem an der Küste passierenden Arbeiterschiff aufgenommen zu werden.
Die Bewohner der Admiralitätsinseln.
6 Infolge der beständigen Kämpfe der Manus untereinander und mit
. den Usiai (Nichtpfahlbautenbewohner) sind die Stämme wenig zahlreich. In einigen Orten, wie Pere, Tchabele sollte die Anzahl der waffenfähigen Männer nach den mir von Manus gemachten Angaben je etwa 50 bis 60 ^ betragen, in anderen Orten sollte sie noch geringer sein. Der Manusort
! ! Lotja sollte vor kurzer Zeit von Usiai überfallen sein, wobei angeblich
k sämtliche erwachsenen Männer bis auf fünf erschlagen wurden. Die Zahl der waffenfähigen Sepessaleute, welche wir bei unserer Expedition ^ j und bei unserem Besuch auf der Inselgruppe zu Gesicht bekamen, blieb 1 hinter 50 zurück. Zahlreicher waren die Mokmandrianlente und die größte Zahl von Bewohnern sollte Büke (Zuckerhutinselj anfweisen. Die 1 von uns gesehenen Pfahlbautendörfer wiesen in keinem Fall mehr als etwa 20 bis 30 Häuser auf, denen sich allerdings auf dem Lande zerstreut liegende Gehöfte anschlössen.
- H Die Usiai sind bedeutend zahlreicher. Die Zahl der auf Pitulu
wohnenden Eingeborenen wurde auf etwa 2000 geschätzt, auch in anderen 1 Teilen der Inselgruppe sollten sie an Zahl die Manns weit überragen.
» Trotzdem nehmen die Manus eine herrschende Stellung in der Admira
ls litätsgruppe ein. An vielen Stellen scheint eine Art Tributpslicht der ' » umwohnenden Usiai gegen die Manus zu bestehen. Letztere beschäftigen ! . sich außer mit der Kriegführung besonders mit Fischfang, während der ch > Anbau von Jams, Taro, Bananen und anderen Früchten von den Usiais
ls betrieben wird. Die Usiai haben vor den verschlageneren und in der
Seefahrt weit überlegenen Manus, welche beständig alle erreichbaren
> Küsten heimsuchen, und die Männer totschlagen und die Weiber rauben, soweit nicht ein befreundetes Verhältnis der oben angedeuteten Art
! zwischen benachbarten Manus und Usiai besteht, eine große Angst. Die
> Usiai ähneln den Manus durchaus in der äußerlichen Erscheinung, Kleidung und Bewaffnung. Sie kennen ebenso wie die Manus die Kanu-
t, fahrt, stehen letzteren aber darin an Geschicklichkeit nach. Sämtliche Ein- ß geborene der Gruppe sind Menschenfresser.
Z Z Dr. Heinrich Schnee: „Bilder aus der Südsee". Mit 37 Abbildungen
4 und einer großen Karte. Eleg. gebd. 12 M. Verlag von Dietrich Reimer (Ernst G Vohsen), Berlin 8^V. 48, Wilhelmstr. 29.