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Der Bismarckarchipel und die Salomonen.
Zwar bekam ihn der Verfasser nicht zu Gesicht, doch wurden seine Eier mitunter zum Verkauf gebracht. In der Neulauenburg-Gruppe und auf Neumecklenburg ist dieser Vogel unbekannt. Schnepfen sind zahlreich und in zwei Varitäten vorhanden, sie wurden hauptsächlich auf der Neulauenburg-Gruppe wahrgenommen. Groß ist die Anzahl der mövenartigen Vogel. Ziemlich häufig kommt eine große Möve von brauner Farbe und geradem Schnabel vor. Die wenigen von dieser Art geschossenen Exemplare waren derartig von großen lausartigen Parasiten besetzt, daß selbst die Kanaken sich scheuten, den Vogel länger in der Hand zu halten. Die parasitären Insekten bewegen sich mit Vorliebe seit- und rückwärts und zwar mit großer Geschwindigkeit; da sie gewaltige Zangen tragen, müssen sie für den Vogel, auf dessen Leibe sie schmarotzen, eine höchst widerwärtige Plage sein. Im Busch finden sich in großer Zahl die Megapoden, Buschhühner genannt. Ihr Fleisch ist unbrauchbar; von ganz hervorragendem Werte aber sind ihre im Verhältnis zu ihrem Körper außerordentlich großen, zimtbraunen Eier. Die Vögel im Archipel gehören nicht zu der Gattung, welche Laub und dürres Holz zum Bau ungeheurer Nesthaufen zusammenscharrt. Hier legt das Huhn seine Eier in die Löcher, die es in den Sand kratzt, und zwar pflegten stets mehrere der Tiere dasselbe Loch zu benutzen. Der Vogel ist ungemein scheu, hält sich für gewöhnlich nur im dunklen Busch auf, sichert, ehe er heraustritt, eilt dann zu dem Nestloch im Sande, wo in möglichster Eile das Ei gelegt wird, und läuft sofort nach vollzogenem Geschäft hastigen Schrittes in das bergende Gebüsch zurück, die Eier dem Geschick und der Sonne überlassend. Die Kanaken kennen die Stellen, wo die Nester sich befinden, passen wohl versteckt auf, wenn die Vögel legen, und entnehmen den Nestern die Eier, die sie teils selbst verzehren, teils den Europäern verkaufen, die dafür horrende Preise zahlen, da frische Eier ein im Archipel seltener Leckerbissen sind. Natürlich wird der arme Weiße oft geprellt, denn, um ganz sicher zu sein, daß die Eier frisch sind, muß er sie sofort sämtlich aufschlagen. Unterläßt er dies und bezahlt den geforderten Preis, so findet er hinterher natürlich jedesmal, daß die Eier schon im Stadium der Entwicklung sich befinden, in dem sie trotz der dabei stattfindenden Exhalation im Charakter von Schwefelwasserstoffgas dem Kanaken noch völlig genußfähig erscheinen.
Das Muschelgeld der Eingeborenen der Gazellenhalbinsel. *)
Man kann von den Küsteneingeborenen der Gazellehalbinsel nicht sprechen, ohne gleichzeitig das „Tabu" zu erwähnen. Tabu, bei manchen Stämmen Tambu gesprochen (dasselbe Wort heißt auch „verboten"), ist das Muschelgeld, welches aus kleinen auf Schnüren aneinander gereihten
Z Dr. HeinrichSchnee: „Bilder aus der Südsee". Mit 37 Abbildungen und einer großen Karte. Eleg. gebd. 12 M. Verlag von Ditrich Reimer (Ernst Vohsen), Berlin 48, Wilhelmstr. 29.