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Der Bismarckarchipel und die Salomonen.
einen Kegel, den „Ghaie". Auch dieser kleine Nachkomme galt ,, für harmlos, bis er im Laufe des Jahres 1868 sich zu regen anfing. Nur kurze und schwache Vorwarnung gab er von der Tätigkeit, die er gleich darauf entwickelte. Drei Tage dauerte der jüngste Ausbruch. Die Blanchebucht und ihre Umgebung war auch tagsüber in tiefe Finsternis gehüllt, statt der völlig verdunkelten Sonne erleuchtete nur die aus dem Krater turmhoch aufschlagende Flamme für die Zeit ihrer Dauer Land und Meer mit schauervoll rotem Licht. Krachende Donnerschläge unterbrachen das Tosen der zum Sturmwind erregten, von rasendem Brüllen des Kraters stetig erfüllten Luft. Das Meer wütete in grausigem Kampfe mit dem ihm feindlichen Elemente des Feuers; kochend stürmte es an die Küsten, als wollte es die Lande verschlingen. Die Erde zitterte und wankte. Ein dichter Regen feinkörniger Asche senkte sich in weitem Umkreise hernieder; in mäßigerer Entfernung wurden noch Bimssteinstücke aufgehoben, die von der Explosion nicht zu Staub zermalmt worden waren. Als vor der allsiegenden Sonne die Finsternis wieder gewichen war, als die Milde der Natur in stiller Überlegenheit die sich titanenhaft aufbäumende Macht der Naturschrecknisse siegreich überwunden hatte, zeigte sich dem Auge des Beschauers eine kaum glaubhafte Umwälzung. Die Blanchebucht, selbst ohne Zweifel ein Produkt früherer Tätigkeit der oben erwähnten alten Vulkane, schien verschwunden, - an ihrer Stelle breitete sich eine trümmerbedeckte Ebene aus. Durch den Z Ausbruch waren ungeheure Massen Bimsstein zutage gefördert worden, ; der die Bucht völlig, das Meer auf weite Strecken bedeckte. So mächtig ^ war die schwimmende Schicht dieses Materials, daß ein kleiner Dampfer, ^
der einige Tage nach dem Ausbruch neugierig in die Bucht hineinzu- !
dringen versuchte, unverrichteter Sache wieder umkehren mußte. Erst ^ allmählich und im Laufe der Zeit führte die Strömung die Bimsstein- ? Massen nach Norden und Nordwesten und verteilte sie auf die weiten ! Gebiete des Stillen Ozeans.
Die Winde im Bismarckarchipel. H
Im allgemeinen herrschen nur zwei Winde im Archipel vor, der Südost- und der Nordwestmonsun. Der erstere setzt etwa im Mai ein und hält sich bis zum Oktober, er weht weit anhaltender, mit weit größerer Heftigkeit als sein Gegner und beherrscht die Trockenzeit. Der andere ist der Regenbringer, er weht milder und setzt tageweise völlig aus oder erlaubt Lokalwinden aus allen Richtungen ihn zeitweilig abzulösen. Es ?
kommen indessen große Unregelmäßigkeiten hinsichtlich der Dauer und des Zeitpunktes des Eintrittes der Winde vor. Im Jahre 1888 wiesen die !
Monate November und Dezember anhaltenden starken Südost auf, der ;
im zweiten Drittel des März bereits wiederkehrte. Ähnliche Ver- i
0 Ioachim Graf Pfeil: „Studien und Beobachtungen aus der Süd- ^
see", S. 204.