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Togo.
Aku, leitete Schute und Bekehrungswerk und benutzte für sein mühevolles Geschäft ein kleines, selbst erbautes Haus, das anfänglich äußerst primitiv eingerichtet war. Die Wände bestanden zur Hälfte aus Wellblech, zur Hälfte aus Grasmatten; auch das Dach war aus Wellblech hergerichtet. Die beiden Eingänge mußten vorläufig ohne Thüren bleiben; den Boden deckte festgestampfter und geglätteter Lehm. Es mangelte sogar an Schulbänken und Schulischen, nur ein Glockentürmchen für die Kirchen- glocke war vorhanden. Aber mit Liebe, Eifer und Genügsamkeit hat Aku die erste dornenvolle Zeit überwunden und in Lome eine kleine Gemeinde gegründet und Schulkinder um sich versammelt. Mit Rücksicht auf diese gedeihlichen Anfänge erwarb die Norddeutsche Mission bald ein zweites Grundstück und ging an den Bau einer größeren Station, deren Kosten auf 20 000 ^ veranschlagt wurden. Diese ist inzwischen fertiggestellt und am 28. Februar 1897 feierlich eingeweiht worden. Außer Schule und Kirche ist ein Europäerhaus und eine Wohnung für den einheimischen Lehrer mit den erforderlichen Nebengelassen hergestellt, so daß zwei deutsche Missionarfamilien und der Gehülfe Aku bequem darin Unterkunft finden.
Schmiedehandwerk in Togo.*)
Das Schmiedehandwerk ist im allgemeinen verbreitet. Die kleine, offene Hütte, in der es betrieben wird, besitzt eigentlich nur ein Schattendach. Nach dem Markt zu ist das Innere durch Wände von Palmblattrippen geschützt. Die Seiten nach dem Gehöft sind vollkommen offen und lassen bei der hohen Temperatur, die in einer solchen afrikanischen Schmiede herrscht, den nötigen Luftzug ein. Hier schwingt nun der schwarze Meister regelrecht seinen Hammer, und der Geselle zieht emsig den Blasebalg. Fast alle Werkzeuge, die man in dieser afrikanischen
Schmiede bemerkt, sind europäischen Fabrikats. Jedoch liegt gerade hierin insofern Interesse, als man daraus ersieht, wie weit schon die europäische Kultur vorgedrungen ist und in welcher Weise die Werkzeuge von den schwarzen Meistern gehandhabt werden. Wir bemerken in der Hütte einen Ambos, einen Schraubstock und einen Blasebalg. Auch finden wir hier schon Blecheimer, in denen das nötige Wasser zur Abkühlung des erhitzten Eisens bereit gehalten wird. Ueberall liegen Steinschloßflinten und Hacken zur Reparatur umher. Unter den Schlägen des Hammers werden meist Messer oder Hacken zur Bearbeitung des Bodens angefertigt oder geschärft. Mit dem Zunehmen der Einfuhr von Flinten aus Europa liegt natürlich auch dem Schmiedehandwerk die Instandhaltung dieser großen Steinschloßflinten ob. Der Schmied in Ao schien zwar nur ein einfacher Arbeiter zu sein, machte aber doch auf mich einen
i) H. Klose, „Togo unter Deutscher Flagge", S. 174.