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Togc.
wachsender Mangopflaumenbäume, deren abgefallene gelbe Früchte auf dem Boden liegen und den Wanderer zum Essen einladen. Dieselben besitzen einen terpentinartigen Geschmack und werden gern von den Eingeborenen zum Löschen des Durstes genossen. Unten im Grunde murmelt der Tiibach, den man fünfmal zu überschreiten hat. Steil führt der Weg über Felsblöcke und Geröll den Bach hinunter, welcher den Reisenden öfter zu einem unfreiwilligen kalten Bade zwingt. So geht es eine Weile über große Felsblöcke an dem Bach entlang, der sich durch die Felsen hindurch- zwängt, oft kleine Wasserfalle bildend; dann plötzlich muß man wieder 300 bis 400 m steil aufwärts, um nach wenigen Minuten nochmals in das Thal des Baches hinabzusteigen. Große Felsblöcke und Wurzeln erschweren den Marsch, und mühsam gleitet der Träger mit seiner schweren Last, welche jeden Augenblick hinunter zu fallen droht, den steilen Pfad hinab. Oftmals sind meterhohe Felsen zu übersteigen und mit Anstrengung kämpft man sich an den Wurzeln und Aesten der Bäume vorbei in dem ausgetretenen Pfade vorwärts. In der Trockenzeit fließen die Bäche spärlich; in der Regenzeit dagegen ist ihre Überschreitung nicht gefahrlos. Die reißende Strömung, welche große erratische Blöcke und Baumstämme mit sich führt, reicht häufig dem Wanderer bis an die Brust, und nur mühsam können dann die Lasten durch das Wasser befördert werden. Nach zweistündigem Marsche auf diesem Pfade erreichen wir das Bergdorf Käme, das ganz auf der Höhe liegt; wir begrüßen es als eine Erlösung von den überstandenen Blühen. Urwüchsige, schöne und kräftig gebaute Leute empfangen den Reisenden freundlich grüßend und bieten ihm herrliches, kristallhelles Ouellwasser zum Trunke an. Das Dorf liegt einsam und verlassen auf einem kleinen Plateau zwischen hohen Bergen und Felsen, umgeben von dichtem Urwald. Kleine, viereckige Hütten ziehen sich an der Straße entlang, an der unter schattigen Bäumen der Marktplatz mit seinen primitiven, aus alten Baumstämmen hergestellten Bänken liegt. Auch wir machen hier Rast, um nach den Strapazen und Anstrengungen des Marsches einige Zeit der Ruhe zu pflegen.
Hüttenbau der Ewheneger.
Zu der wichtigsten Beschäftigung der Ewheneger gehört unstreitig der Bau ihrer Hütten. Jeder Ewheneger baut sich seine Hütte und sein Gehöft selbst auf. Er lernt dies schon in der Jugend, da er wie die übrigen Familienmitglieder bei dem Bau des Vaters fleißig mitarbeiten muß. Der Bau der Hütten ist im allgemeinen ein zwar sehr einfacher, indessen erfüllen sie vollkommen ihren Zweck und halten gut Stand gegen die Unbilden der Witterung. Die Form der Hütten ist bei den Ewheleuten ausschließlich viereckig; sie sind gewöhnlich 3 m breit, 5 bis 6 w lang und
H. Klose: „Togo unter deutscher Flagge", S. 264ff.