b) Aus den Berichten der Reisenden und Forscher.
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stellen diese selbst her. Die Weiber rauchen aus kurzen Stummelpfeifen, deren Mundstück oft aus einer kleinen Eisenröhre gebildet ist. In die braune Rinde der Kalebassen brennt oder kratzt man Punkte oder Linien- muster ein; häufig finden sich auch rohe schraffierte Zeichnungen von menschlichen und thierischen Figuren darauf. Körbe verschiedenster Form und oft von sehr beträchtlicher Größe werden von den Männern aus dünnem Gras hergestellt, ebenso die Virago genannten Matten. Einen sehr wichtigen Jndustrieartikel bilden die schon öfter genannten Rindenschachteln (linclo), zu denen die Rinde des Myombobaumes verarbeitet wird. Nach der Regenzeit, zur Zeit der Maisreife, wenn der Saft im Baume aufsteigt, werden mit der Axt zwei Kreisschnitte in die Rinde gemacht und diese durch einen Längsschnitt verbunden; dann läßt sich das dazwischen liegende Stück Rinde, ein Cylindermantel, leicht ablösen und nach Hause schaffen. Dort wird es von der groben Außenrinde befreit, geknetet und, wenn zu trocken, mit Wasser befeuchtet. Die Rinden des ursprünglichen Längsschnittes werden nun mit einem kleinen Eisen durchlöchert und mit Baststreifen, die demselben Baume entnommen sind, zusammengeheftet. Endlich näht man dem so entstandenen Cylinder ein kreisrundes Baststück als Boden an. Der schmale Schachteldeckel wird auf entsprechende Weise hergestellt. Zur Verschönerung und um das Material zu dichten, bemalt man das Ganze mit roter, aus einem „Mssansa" genannten Baume hergestellten Farbe und verziert es schließlich wie die Thongefäße mit schwarzen Mustern aus Linien und Dreiecken, die mit Hilfe einer Hühnerfeder aufgemalt werden Derartige Lindo, die von wenigen Ceutimetern bis zu einem Meter Durchmesser hergestellt werden, benutzt man zur Aufbewahrung von allen erdenklichen Sachen und auch als Reisekoffer.
Schiffahrt der Eingeborenen.*)
Die an der Ostküste Afrikas, auch in Arabien und Indien üblichen Fahrzeuge, Daus, Bethens, Bogalos u. s. w., sind plumpe, hochbordige Schiffe bis zur Tragfähigkeit von etwa dreihundert Tons. Nur die größten unter ihnen, die Bogalos, besitzen einen gut gedeckten Raum; die anderen haben wohl teilweise ein Deck, doch fehlen zumeist die Deckel für die Luken. Am breiten Hinterteile findet sich gewöhnlich ein Halbdeck zum Aufenthalte für Kapitän und Reisende, darunter für letztere der Schlafraum, dessen Fußboden ein bis zwei Fuß unter dem Hauptdeck liegt und auf diese Art eine Lücke zum Durchkriechen aus dem unteren in den oberen Raum läßt. Ein wenig vor der Mitte des Fahrzeugs steht der große Mast (wlingoti), ein starker, roh zugerichteter Baumstamm,