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Das 19. Jahrhundert.
Welt, wo England seine kolonialen Interessen nicht mit tim mustergültiger Umsicht und durchgreifender Energie wahr- -rch genommen hätte und fortdauernd wahrnimmt.
47. Englands moderne Kolonialpolitik.
Es hat in England im Anschluß an die Freihandels- -«U
ideen, die sich an Cobdens Namen knüpfen, eine Richtung gnu
gegeben, die den Wert von Kolonien bestritt, deren Neu- -U 2 j
erwerb bekämpfte, ja das teilweise oder gar völlige Auf- snl
geben der vorhandenen befürwortete. Man meinte, die sicl
Handelsvorteile auch unter fremder Herrschaft ernten und änn
die schweren Kosten sparen zu können. Die Richtung gmi
hat in den 60 er und 70 er Jahren den Höhepunkt ihres tzsn
Einflusses erlangt, gestützt auf politische Anschauungen, wie oim
sie Gladstone und Granville vertraten. Sie hat zeit- -tis;
weise sogar zu einer gewissen Stockung und Zögerung gnu
im Fortschritt der Kolonialerwerbung geführt. Die von nau
den Fidschi-Inseln nachgesuchte Aufnahme unter englisches ssch
Protektorat ist zweimal, 1659 und 1871, abgeschlagen mgi
worden; erst als eine deutsche Besitzergreifung in den mä
Bereich der Möglichkeit rückte, hat man sie vollzogen. .my
Das Vorgehen anderer Mächte, Frankreichs, Deutschlands, Rußlands, Italiens, hat dann England zu neuem Zu- -nZ greifen angespornt und jetzt so rasch und unbedenklich, ,chil
daß in den letzten 20 bis 25 Jahren von Großbritannien um
dem räumlichen Umfange nach ziemlich ebensoviel Kolonial- -Im
besitz okkupiert worden ist wie in all den Jahrhunderten Mtt zuvor. Es zeigte sich, daß der alte Geist des Volkes soll
ungebrochen war. Der „Imperialismus" feierte Triumphe, ,ZlIq
die er kaum zu hoffen gewagt hatte, und die Nation be- -sä
wies volles Verständnis für die Tatsache, daß ihre Größe sstö!
auf ihren Kolonien beruht. Versuche sind im Werke und ckim