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Kolonialgeschichte / von Dietrich Schäfer
Entstehung
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96 Die neuere Zeit bis zu den Revolutious- rc. Kriegen.

nach wenigen Tausenden, und ein merkbarer Kultnreinfluß ist von feiten der Portugiesen auf die Eingeborenen trotz ihrer äußerlichen Bekehrung zum Christentum nicht geübt worden.

Mit dem Aufhören des Sklavenhandels hat auch der Verkehr stark nachgelassen. Nirgends in Afrika haben die Europäer bis ins 19. Jahrhundert hinein von ihren Küstenplätzen aus sich einen weiteren Wirkungskreis er­öffnet; auch die Kenntnis des Innern ist wenig von ihnen gefördert worden. Die Gebiete des oberen Nil, des Niger und des Kongo blieben ihnen fast völlig verschlossen. In den Gegenden des Sambesi haben goldsnchende Portu­giesen das Land besser erkundet, ihre Kenntnis aber auch znm großen Teil mit sich Hinwegsterben lassen. Erst das 19. Jahrhundert hat den dunklen Kontinent dem Blick des Europäers geöffnet.

36. Revolutious- und napoleonische Kriege.

Systematisch hatten die Engländer die Beherrschung der Meere erstrebt. Sie hatten den spanischen Erbfolge- krieg benutzt, um Gibraltar und Menorca, den Eingang zum Mittelmeer und im westlichen Becken desselben die bestgelegene Insel, zu gewinnen. Durch den siebenjährigen Krieg waren sie Herren Ostindiens und des ganzen öst­lichen Nordamerika geworden. In West-Indien und an der Westküste Afrikas behaupteten sie einträglichen Plan- tagenbesitz und wichtige Stützpunkte. Zwar vermochte, was sie an Kolonien inne hatten, sich an räumlicher Ausdehnung nicht entfernt zu messen mit dem spanischen Besitz, nicht einmal mit dem portugiesischen. Aber ihr Handel war dem aller anderen Nationen weit überlegen und dementsprechend ernteten sie auch weit reicheren Ge­winn. Da erfolgte der Abfall der dreizehn vereinigten

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