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Kolonialgeschichte / von Dietrich Schäfer
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52 Die neuere Zeit bis zu den Revolntions- re. Kriegen.

länder fanden 1615 Kap Hoorn und stellten 1643 fest, daß die noch südlicher gelegene Staaten-Jnsel so wenig wie Feuerland der Nordrand eines großen antarktischen Festlandes sei, daß etwas derartiges in diesen Breiten überhaupt nicht existiere. Ihre ostindischen Unterneh­mungen richteten sie vorzugsweise nach den Sundainseln. Von dort aus erkundeten sie die West- und Nordwestküste von Neuholland. Tasman, der im Auftrage des Gou­verneurs von Batavia van Diemen 1642 von St. Mau­ritius ostwärts durch den Ozean segelte, fand die bald nach ihm, bald nach dem Gouverneur benannte Insel, ferner Neuseeland, die Fidschi- und die Freundschafts- Jnseln, Neu-Mecklenbnrg und Neu-Pommern. Die Torres- straße verbarg sich ihm doch, auf dieser wie auf einer späteren Reise. Van Diemen ließ auch die nördlichen japanischen Gewässer erforschen. Nach ihm gerieten auch die niederländischen Entdeckungsfahrten im Stillen Ozean ins Stocken. Die Arbeit wurde erst im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts von Engländern und Franzosen wieder aufgenommen.

24. Verwertung der Entdeckungen.

In reichlich einem Jahrhundert hat das Zeitalter des Humanismus und der Reformation, der nationalen und dynastischen Festigung der abendländischen Staaten die Umrisse der bewohnten Erde fast vollständig dem Blicke des erstaunten Europäers zu enthüllen vermocht. Die Kenntnis des ausgehenden Mittelalters umfaßte die Küsten Europas nicht vollständig, die der außereuropäischen alten Welt nur in ihren nächstangrenzenden Teilen. Jetzt waren nur noch wenige bewohnte Küsten unbekannt, mit den meisten von ihnen direkte Verbindungen eröffnet, ansehnliche Gebiete des Binnenlandes der Kenntnis er-

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