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Aufdeckung des Stillen und Indischen Ozeans rc. 49
28. Aufdeckung des Stillen und Indischen Ozeans und der arktischen Gewässer.
Den Spaniern sollte die Palme zufallen durch Aufdeckung der Südsee. Ihre Versuche, den amerikanischen Kontinent südwärts zu umschiffen, mußten einen neuen Aufschwung nehmen, nachdem Balboa über den Jstmus hinweg festgestellt hatte, daß jenseits ein großes Meer liege. Unter Führung des Portugiesen Magellan erreichten sie durch die nach ihm benannte Straße im November 1520 den großen Ozean und nach viermonat- licher Fahrt, auf der außer den Ladronen bewohntes Land nicht gesehen wurde, die Philippinen und weiter, nachdem sie ihren Führer verloren hatten, die Gewürzinseln, die von den Portugiesen schon von Indien her gefunden waren. Der Streit, wem sie nach der päpstlichen Teilung gehören müßten, ward 1529 durch Vertrag dahin entschieden, daß Karl V. sie gegen Zahlung von 300000 Dukaten an Portugal überließ; sollte schiedsrichterliche Entscheidung erkennen, daß sie spanisch sein müßten, so sollte das Geld zurückgezahlt werden. Ein Spruch ist nie gefällt worden; er hätte, wäre es geschehen, zu Gunsten der Portugiesen ausfallen müssen. Die Philippinen, die nach päpstlicher Teilung ihnen ebenfalls hätten gehören müsse!:, sind doch spanisch geblieben.
Gleichzeitig mit der Weltumsegelung des Magellan hatte Cortez Mexiko erobert. Damit war abermals ein beträchtliches Stück pazifischer Küste aufgedeckt. Aber die Spanier dehnten ihre Forschungen nicht weiter aus, als sie hofften, Gold und Silber zu finden, zunächst (bis zum Jahre 1543) bis zum Kap Mendocino, dann (1602/03) noch einige Grade weiter; der 43. Breitengrad wurde ihr nördlichster. Erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahr-
Sckiäfer, Kolonialgeschichte. 4