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Das Mittelalter.
durch die Abmachungen von Verdun 843 gesonderten Bestand gewann, war die Grenze seines Vvlkstums durch eine Linie bezeichnet, die vom Kieler Hafen die Swentine entlang nach Bismarcks Sachsenwald lief, von dort die Elbe hinauf bis zur Saalemündung, diesen Fluß aufwärts bis zum Einlauf der Schwarza, dann hinüber übers Gebirge in die Bamberger Gegend und weiter zum Böhmerwalde, an diesem entlang zur Donau und südwestlich über die Dauern ins Pustertal, da wo die Gewässer der Etsch und der Dran sich scheiden. Alles, was von Deutschen heutigen Tages östlich dieser Linie wohnt, und das ist fast die Hälfte der geschlossen zusammen Sitzenden, für die preußische Monarchie die volle Hälfte, verdankt seine Heimat der Kolonisation des Mittelalters.
in. Kolonisation des deutschen Ostens.
Es ist eine Entwickelung, die in der Karolingerzeit beginnt und in den Tagen Karls IV. ihren Abschluß findet, ihren Höhepunkt aber im 12. und 13. Jahrhundert erreicht. Sie wird eröffnet durch die Baiern, die seit dem 9. und 10. Jahrhundert die Grenzen ihres Herzogtums donauabwärts und im Alpengebiet in den Tälern der Dran, Mur und Enns vorschieben und besonders den sogenannten karanthanischen Slaven christianisierend und germanisierend Land abgewinnen. Sie sind es auch, die gleichzeitig und später südwärts im Jnn- und Etschgebiet gegen Rhätier und Italiener das Deutschtum mehren und stärken.
Die sächsischen Kaiser haben ihre slavischen Nachbarn von den Moldauquellen bis zur Ostsee in Abhängigkeit vom Reiche gebracht und ihnen eine Mark- und Epis- kopalverfassung gegeben; mit der Kolonisation hat man