Print 
Kolonialgeschichte / von Dietrich Schäfer
Place and Date of Creation
Page
17
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image
 

11

Die Griechen, zweite Periode.

17

gSo

chD

Ncks

Uirs

Küste gründen sie diezwölf ionischen Städte", ohne daß sie sich doch von den Äolern völlig sondern ließen.

Ungefähr mit dem Jahre 1000 ist diese Entwickelung abgeschlossen; das ägäische Meer ist griechisch geworden. Daß die vorderasiatischen Großmächte, Aegypten und das syrisch-kleinasiatische Chetiterreich, nicht mehr auf der früheren Höhe ihrer Macht standen, hatte das östliche Vordringen der griechischen Welt begünstigt.

7. Zweite Periode: Kolonisation nach Norden, Westen und Süden (800500).

Ungefähr mit dem Jahre 800 beginnt eine neue Bewegung, die sich bis gegen die Zeit der Perserkriege hin fortsetzt. Die ionischen Kolonien waren besonders emporgeblüht, ihre Städte reiche Handelsemporien ge­worden, die bemüht waren, ihrem Betriebe neue Gebiete zu eröffnen. Hellespont, Propontis und Bosporus und dann die weiten Küsten des schwarzen Meeres zogen sie in den Bereich ihrer Unternehmungen. Kyzikos, an der Südseite des Marmara-Meeres auf der Insel Ark- tonnesos an schmalem Sunde gedeckt gelegen, Sinope am äußersten Nordvorsprunge Kleinasiens, Olbia an der Dnjepr-Mündung wurden wichtige Handelsposteu. Vor den übrigen tat sich die reichste der ionischen Städte, Milet, hervor. Das schwarze Meer wurde bis in die Mäotis, den asvwschen Busen, hinein von milesischen Handelsniederlassungen umsäumt; aus demungastlichen" wurde es eingastliches" Meer, aus dem Ilvv-rv; ein l Auch nach der Südküste Kleinasiens

wandten sich die Jonier. Sie schlössen sich in Kilikien östlich an die älteren peloponnesischen Niederlassungen Pamphyliens an.

Schäfer, Kolonialgeschichte. 2