16 Das Altertum.
6. Die Griechen. Grste Periode: Kolonisation nach Osten und ann Lüdostcn (1100-1000).
Nicht lange nach den Phönikern betraten die Griechen i nold! die Bahn kolonisatorischer Tätigkeit. Ihr in bnnter Mannig- ' pim faltigkeit dein Meere geöffnetes Land lud wie kaum eiu ' ui) anderes dazu ein. „Die änßere Geschichte des griechischen ! nsch Volkes besteht wesentlich in einer ununterbrochenen über- ! seeischen Auswanderung." Sie vollzog sich in der Haupt- -tgu
fache in zwei Perioden, die durch einen längeren Zwischen- -iwll
räum getrennt sind.
Noch in der Zeit der mykenischen Kultur, die der 'wä trojanischen folgt, beginnt griechische Kolonisation und üuu währt zunächst durch die letzten drei Jahrhunderte des s^ci zweiten Jahrtausends. Die Peloponnesier kommen nach chmi
Gypern und an die Südküste von Kleinasien, zunächst tschr
nach Pamphylien, dann auch nach Lykien. Sie gründen u^öi
Ackerbaukolonien und setzen sich mehrfach neben die Phö- niker, die sie dann zurückdrängen. Ähnlich wandern ^ n^sc Thessalier und Böotier übers ägäische Meer nach Lesbos «ack
und besetzen von da das benachbarte Festland, den nörd- -ckrö
lichsten, mysischen Teil der Westküste Kleinasiens. Sie ÄL
erscheinen dort als „Äoler" und die Landschaft erhält tlrpl
von ihnen den Namen. Sie haben wahrscheinlich aber auch die südlichsten Inseln der Sporadenreihe kolonisiert, - ff^Zi Kos und Rhodos, dann Kreta und einzelne Punkte zwischen mch
der karischen Südwestecke Kleinasiens und „Äolis". Aus sull
den mittleren Gebieten Griechenlands, vor allem aus tzuo
Attika und Euböa, dann aber auch aus den nördlichen mä:
und nordöstlichen Landschaften des Pelopvnnes, Achaja vja<
und Argolis, kamen die Jonier. Ihnen bildeten die . iüä Kykladen die Brücke nach den mittleren Sporaden und cknu
dem lydischen und karischen Festlande. Die Inselwelt tlsa
wird zunächst von ihnen besetzt, auf der kleinasiatischen