Sritter Theil.
Aas kritische Wordamerika.
Erstes Kapitel.
Kämpfe mit den Vereinigten Staaten.
ersten Maßnahmen, welche England in dem eroberten Kanada getroffen hat, waren nicht dazu angethan, ihm die Gemüther der dortigen unter französischer Herrschaft ins Land gekommenen und meist dort verbliebenen Kolonisten zu gewinnen. Obwohl außer den Offizieren und etwa 500 kleinen Händlern Engländer im Lande nicht vorhanden waren, hatte die Regierung nämlich 1763 englisches Recht eingeführt und die Ansiedler katholischer Religion durch Forderung von Eiden, die für sie unannehmbar waren, von allen Aemtern ausgeschlossen. Dazu verbot die britische Regierung hier, wie in anderen Kolonien, den Erwerb von Land von Eingeborenen, um Mißbräuchen vorzubeugen, und sandte statt gebildeter und angemessen bezahlter Beamten eine Reihe gut empfohlener, aber höchst zweifelhafter Leute, die des Landes und der Sprache unkundig und nur darauf aus waren, sich zu bereichern. Nicht genug damit, verlangten die wenigen Kolonisten englischer Abkunft lebhaft die Einführung eines Repräsentantenhauses. Dabei wären nach dem englischen Recht alle Katholiken ausgeschlossen gewesen, und die 400 bis 500 ungebildeten Leute hätten die ganze Kolonie in ihrer Gewalt gehabt! Die französische Bevölkerung der Kolonie bestes sich damals aber auf 65 000 Personen, fast durchweg französischer Herkunft, die meist an den Ufern des St. Lawrence wohnten. Obwohl die englische Herrschaft ihrem Handel ganz andere Aussichten eröffnete, als sie bisher besessen hatten, und die Leute an ein autokratisches Regierungssystem gewöhnt waren, fand unter solchen Umständen die neue Verwaltung
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