Teil eines Werkes 
Bd. 3, Th. 2 (1899) Vom Abfall der Vereinigten Staaten bis zur Gegenwart / von Alfred Zimmermann
Entstehung
Seite
12
Einzelbild herunterladen
 

Hrster Theil.

Die Kokornsalion Afrikas.

Erstes Kapitel.

Die Anfänge der britischen Asrikapolitik.

8m Frieden von Versailles verzichtete England 1783 auf das 1763 erworbene, im Jahre 1778 von den Franzosen aber Zurückeroberte St. Louis und Gorse am Senegal, es gab auch alle Ansprüche auf Arguin und Portendik im Norden des Senegal auf und behielt sich nur das Recht zum Gummihandel an der Küste zwischen St. John und Portendik vor. Englands Einfluß in diesen Gegenden war damit auf das Fort James in der Mündung des Gambia und den letzteren Fluß beschränkt. An der Goldküste hatte England während des amerikanischen Krieges 1781 Elmina an Holland verloren, dafür aber Commendah und Accra erobert. Im Frieden von 1784 mit den Niederlanden wurde beiderseitige Rück­gabe dieser Eroberungen ausgemacht, hier also am Besitzstand nichts geändert. Mit Frankreich entstanden bald neue Schwierigkeiten. Seine Regierung besetzte 1786 trotz der Abmachungen des Friedens den Posten Albreda an der Mündung des Gambia mit der Be­gründung, daß der Lauf des letzteren erst an dem weiter stromauf gelegenen Fort James beginne, und erwarb auch Kap Werde und Dakar von den Eingeborenen. Zu ernstlichen Streitigkeiten kam es aber nicht, da bald innere Angelegenheiten die Aufmerksamkeit der Franzosen von Afrika ablenkten. Die britische Regierung widmete ihrerseits den Westafrikanischen Angelegenheiten damals so wenig Interesse wie früher. Sie erblickte in diesen Gebieten nichts als die Quelle für die in Westindien erforderlichen Negersklaven und wollte damit möglichst wenig zu thun haben. Für Schutz der -britischen Handels- und Schifffahrtsiuteressen daselbst erachtete sie die