Erstes Kapitel.
Surinamsche Verlegenheiten.
Engländer haben Surinam bis Ende 1802 behalten. Damals gaben sie es gemäß den Bestimmungen des Friedens von Amiens ebenso wie St. Eustatius, St. Martin und Demerary an von Holland gesandte Kommissare zurück.
Es befanden sich zu jener Zeit in den Kassen Paramaribos an Bargeld nur 7831 fl. An Papier waren etwa 160 000 sl. vorhanden, ihm standen aber viele Schulden in der Kolonie und in Holland gegenüber. So schuldete man allein der Stadt Amsterdam 700 000 fl. und der ehemaligen Societät 1 707 900 fl. Dazu waren alle öffentlichen Gebäude und Anlagen in schlechtem Zustande, da die Engländer nichts für ihre Erhaltung aufgewendet hatten. Aber dafür waren viele Waren aufgestapelt, und mau konnte auf guten Ertrag daraus rechnen. Es begann denn auch sofort eifrige Verfrachtung nach Holland und große Spekulation, trotzdem die Behörden der letzteren entgegenzutreten suchten.
In aller Eile wurde nun von holländischer Seite wieder Ordnung geschaffen und insbesondere das Verteidigungswesen der Kolonie verbessert. Bald standen 1829 Mann in Waffen, und die Miliz wurde wieder ins Leben gerufen. Der neue Gouverneur Berranger wollte auch das Steuerwesen umgestalten. Die jährlich etwa 1500 000 fl. betragenden Verwaltungskosten sollten außer durch Ausfuhrzölle durch Tounengelder und ein Kopfgeld von 10 fl. für jeden Sklaven aufgebracht werden. Die Kolonie erzeugte damals