Lage in Holländisch-Neu-Guinea. ZtzZ
Teil der portugiesischen Enklave verzichtet. Portugal hat aber auch jetzt noch die beiden Landschaften Oikusi und Arnbenu inmitten des holländischen Gebietes behalten.
Um den Besitz auf Neu-Guinea hat sich die niederländische Regierung erst seit Beginn der kolonialen Tätigkeit Deutschlands und Englands auf der großen Insel etwas gekümmert. Seit 1900 wurden, während man sich vorher meist mit gelegentlichen Handelsund Forschungsexpeditionen begnügte, an verschiedenen Küstenplätzen befestigte Stationen angelegt und Streifzüge in das Innere begonnen. Man gründete auch eine Niederlassung Meranke für Perlenfischerei. Zu ihrer Anlage und für den Fischereibetrieb verwendete man Strafgefangene aus Java. Man hofft hier auf Erfolg besonders, wenn erst der australische Bund durch Ausweisung der asiatischen und polynesischen Arbeiter die Perlenfischerei in Queensland lahmgelegt haben wird. Doch bisher hat man wenig Freude an diesen Unternehmungen erlebt. Das schlechte Klima rafft die Holländer in Massen hin, und irgend eine Aussicht auf erfolgreiches Vorgehen hat sich noch nicht gezeigt. Im Frühling 1902 sind zahlreiche der in Meranke verwendeten Strafgefangenen entflohen und von den Eingeborenen ermordet worden, und es war die Rede davon, die Station wieder aufzugeben. In der holländischen Kammer haben sich auch schon wiederholt Stimmen gegen die nutzlosen Ausgaben für dieses entlegene Gebiet vernehmbar gemacht. Die Regierung scheint indessen vorderhand die Versuche noch fortsetzen zu wollen.
Zehntes Kapitel.
Heutige Lage von Niederländisch-Ostindien.
Das indische Reich Hollands bedeckt gegenwärtig einen Flächen- raum von 34 786 geographischen Quadratmeilen. Es entfallen davon 2388 auf Java, der Rest auf die übrigen Besitzungen. Die Einwohnerzahl Javas belief sich 1893 auf 24 642 985, die der Außen- besitzungen auf 7 127 433 Köpfe, im ganzen 31 770 418. Die Zählung von 1897 ergab eine Bevölkerung von 34 090 000 Seelen,