Erstes Kapitel.
Holländisch-Indien während der Revolutionskriege.
^ur Zeit der Aufhebung der alten Kompagnie waren nur noch Java, Palembang, Bandjermasin, Makassar, Timor und Ter- nate im Besitz der Holländer gewesen. Der Rest war von den Engländern erobert worden. Wenn sie die Holländer noch in den genannten Gebieten duldeten, geschah das nur, weil das englische Generalgouvernement von Indien angesichts der Kämpfe mit Tippo Saib und der Unternehmung Napoleons in Egypten nicht über die nötige Macht zum Angriff verfügte. Der Handel der holländischen Besitzungen erfolgte nur noch unter neutraler Flagge. Die holländischen Schiffe konnten sich auf dem Meere nicht mehr blicken lassen, man hatte daher schließlich die letzten in Indien vorhandenen an den Meistbietenden verkauft.
Java war damals eingeteilt in das Gebiet der Kompagnie und die Reiche Bantam, Soerakarta und Djokjokarta.*) Das holländische Gebiet umfaßte: 1. Batavia, die Bataviasche Omme- landen und Jakatrasche Bovenlanden, die sämtlich direkt dem Generalgouverneur unterstanden; 2. Tjeribon mit den Residentschaften Limbangan und Soekapoera; 3. das Gouvernement Noordoostkust, dessen Hauptort Samarang war. Hierzu gehörten alle Regentschaften an der Nordküste von Tagal bis Banjoewangi, die umliegenden Regentschaften Kendal, Kaliwoengoe und Demak, ferner
Die letzteren beiden die „Vorstenlanden" genannt.