Teil eines Werkes 
Bd. 5 (1903) Die Kolonialpolitik der Niederländer : mit einer Karte in Farbendruck / von Alfred Zimmermann
Entstehung
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Beschränkung der Macht des Soesoehoenan.

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Siebentes Kapitel.

Beginn der Eroberung von Java.

Van Jmhof blieb es vorbehalten, die Verhältnisse in Java nach dem Aufstand zu regeln. Das Wichtigste war die Auseinander­setzung mit dem Soesoehoenan, der nach dem Scheitern der Er­hebung ganz in Hollands Hand war. Man dachte erst an seine Beseitigung. Doch als er die beiden Haupträdelsfiihrer bei seinem verräterischen Vorgehen ausgeliefert hatte, begnügte man sich mit weiterer Beschneidung seiner Macht. Ein Vertrag vom 11. No­vember 1743 brachte in den Besitz der Kompagnie: den Ostzipfel Javas, einen breiten Streifen längs der ganzen Küste im Norden und Süden, sowie Soerabaja, Rembang und Japara. Außerdem mußte der Soesoehoenan auf Madoera und Sidajoe verzichten, was dem Verbündeten der Kompagnie zufiel. Auch die Zolleinnahmen von Kaligawe, Torbaja und Goemoelak, die 1705 der Soesoehoenan sich vorbehalten hatte, gingen ihm verloren.- Sein Reich wurde auf ein verhältnismäßig kleines Gebiet im Innern der Insel be­schränkt. Der Reichsverweser und die Regenten der Strand­

provinzen sollten der Kompagnie Treue schwören und von ihr ausgewählt werden. Die Besatzung von Kartasoera Und den Forts zwischen diesem Platz und Samarang stellte die Kompagnie, wofür sie sich 3l 200 Realen ausbedang. Diese Summe sollte aus den Zolleinkünften der abgetretenen Provinzen gedeckt werden. Während für Tilgung der noch rückständigen Zahlungen eine Frist von sechs Jahren bewilligt wurde, erließ die Kompagnie dem Fürsten die Kriegskosten gegen die Verpflichtung zur Lieferung bestimmter Massen Reis, Pfeffer und anderer Waren zu billigen Preisen und zur Förderung der Indigo- und Seidenkultur. Nicht genug damit, verpflichtete man den Fürsten, seinen Untertanen Schiffahrt nur noch bis Bali zu gestatten und Holland das Münzrecht sowie das Bergwerksmvnopol einzuräumen! Java war mit diesem Vertrage so gut wie vollständig im Besitze der Gesellschaft, und nicht mit Unrecht konnte man große Hoffnungen auf diesen Erfolg setzen.

Doch ehe man der Früchte des Sieges teilhaftig wurde, tauchten neue Schwierigkeiten auf. Erst weigerten sich verschiedene