Erstes Kapitel.
Entstehung der westindischen Kompagnie.
von der Kompagnie den Generalstaaten gezahlte Summe sollte zu Gunsten der westindischen Kompagnie verwendet werden. Diese Gesellschaft war am 3. Juni 1621 privilegiert worden für den Handel und die Schiffahrt mit Afrika vom Wendekreis des Krebses bis zum Kap der guten Hoffnung, mit Amerika und den Australländern. Den Anstoß zu ihrer Gründung hatten die Schwierigkeiten gegeben, welche die nach Afrika und Amerika Handel treibenden Holländer bei den Spaniern und Portugiesen fanden. Angespornt durch die Erfolge der Vereinigung der ostindischen Unternehmer bat eine Reihe der mit Amerika und seinen Hilfsquellen vertrauten Kaufleute unter Führung von Wilhelm Usselincx und Peter Plancius schon 1607 die Generalstaaten um Errichtung einer westindischen Kompagnie. Ihr Ziel war, den Spaniern und den mit ihnen vereinten Portugiesen in Amerika und Afrika gerade so nachdrücklich zu Leibe zu gehen, wie es die ostindische Kompagnie in Asien tat. Angesichts des mit so großer Mühe zustande gebrachten Waffenstillstandes wollte aber Oldenbarnevelt von diesem Plane nichts wissen.*) Mußte doch ein solcher Schritt die Spanier,
*) Wie der greise Staatsmann dachten die alten Geschlechter in den Städten, die vor dem steigenden Ansehen des siegreichen Statthalters Furcht hatten, und die ostindische Kompagnie, welche ihre Errungenschaften nicht aufs neue in Frage gestellt sehen wollte und keine Konkurrenz wünschte. Für Fortsetzung des Krieges waren Prinz Maurits, das Heer und die geflüchteten Antwerpener, besonders