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Finanzielle Lage der Company.
7 784 000, die Passiven auf 9 219 000 Pfund Sterling. Es bestand hier also ein Fehlbetrag von 1 434 000 Pfund Sterling. Der Gesammtbesitz in Indien, China und St. Helena wurde auf 6 397 000 Pfund Sterling berechnet, auf dem 2 032 000 Pfund Sterling lasteten. Hier war somit ein Ueberschuß von 4 364 000 Pfund Sterling vorhanden. Nach Abzug des in Europa zu zahlenden Fehlbetrages belief sich der verfügbare Besitz der Gesellschaft also auf rund 2 930 000 Pfund Sterling. Von ihrem Kapital von 4 200 000 Pfund Sterling waren demnach 1269 000 Pfund Sterling verloren! Als Dividende sind von 1744—1755 acht Prozent, 1756—1766 sechs, 1767—1769 zehn, 1770 elf, 1771 zwölf, 1772 zwölfeinhalb Prozent bezahlt worden. Die Verkäufe im Jndia-Haus haben sich in der Zeit von 1744—1772 jährlich von durchschnittlich 2 000 000 auf 3 000 000 Pfund Sterling im Werth gehoben. Der Export hat sich mehr als verdoppelt. 1766—1773 belief er sich durchschnittlich im Jahr auf 671000 Pfund Sterling, der Import auf 1573 000 Pfund Sterling. Die Schiffe der Company hatten 1751 einen Tonnengehalt von 38 441, 1772 von 61860.
Neuntes Kapitel, warren Listings.
Der Posten des neu geschaffenen Governor Generals wurde von der englischen Regierung dem damaligen obersten Vertreter der Company in Bengalen, Warren Hastings, übertragen. Der später so viel genannte Mann hatte seine Laufbahn im Alter von 17 Jahren 1750 als Schreiber in Calcutta begonnen. 1764 Jam er mit ansehnlichem Vermögen nach England. Nachdem er dieses dort, man weiß nicht recht wie, in wenigen Jahren verloren, ging er 1769 als Mitglied des Councils von Madras wieder nach Indien. Unterwegs lernte er die Frau eines abenteuernden Portraitmalers Baron Jmhoff, eine geborene Stuttgarterin, kennen, kaufte sie dem Gatten ab und heirathete sie. Sein Wirken im Interesse der Gesellschaft trug ihm bald die Versetzung ins Council von Calcutta und 1772 die Ernennung zum Vorsitzenden dieser Körperschaft ein. In