ZierLer Weil.
Aer Abschluß der älteren englischen Kolonial-
politik.
Erstes Kapitel.
Englisch-amerikanische Beziehungen.
Erwerbung Canadas und die Vernichtung der französischen Herrschaft in Nordamerika hat keineswegs den Beifall aller Politiker in England gehabt. Es gab deren verschiedene, welche Erweiterung des britischen Besitzes in Westindien der Einverleibung Canadas vorgezogen hätten. William Burke, ein Verwandter und Freund des berühmten Parlamentariers Edmund Burke, wies als Wortführer dieser Kreise nicht nur auf den größeren Reichthum und handelspolitischen Werth von Guadeloupe und Martinique hin, sondern er warnte auch vor der allzu großen Stärke und Ausdehnung der nord- amerikanischen Kolonien Englands. Schon jetzt erzeugten sie alle ihre Bedürfnisse; ihre Bevölkerung, ihr Reichthum wüchsen ununterbrochen. Ihr Bedürfniß nach Verbindung mit England nehme so wie so stetig ab. Verschwinde auch noch die Gefahr von Seiten des französischen Gebiets, so würden sie sich so ausdehnen und so mächtig werden, daß die Folgen leicht abzusehen seien. — Engländer in Guadeloupe schrieben in demselben Sinn. Sie erklärten, daß, sobald England Canada erwerbe, Nordamerika bald zu mächtig und volkreich sein werde, um sich von England aus der Ferne regieren zu lassen. — Die öffentliche Meinung, die Mehrheit der Staatsmänner und vor Allem Pitt theilten diese Befürchtungen aber nicht. Pitt kam es vor Allem darauf an, Frankreichs See- und Handelsmacht völlig zu vernichten. Er wollte ihm alle Kolonien nehmen und auch seine Fischerei vernichten, um damit die Pflanzschule seiner