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Surajah Doivlah.
seiner Hülfe nun alsbald gegen de Bussy vorzugehen, der inzwischen wirklich durch die feindliche Hofpartei mit dem Subahdar entzweit worden war. Da trafen indessen Nachrichten aus Bengalen ein, welche die gesammte Lage verschoben.
Zehntes Kapitel.
Die Vernichtung der französischen Macht in Indien.
Bengalen, Behar und Orissa waren lange Zeit von einem Subahdar regiert worden, welcher ebenso wie der des Dekkan sich ziemlich unabhängig vom Mogul gestellt hatte. Er hatte den Europäern gegenüber stets eine Politik verfolgt, welche sie möglichst getrennt von einander hielt, aber ihren Handel und Wohlstand förderte, damit ihm möglichst große Einkünfte aus den von ihnen zu zahlenden Abgaben zuflössen. 1756 war der Subahdar gestorben und einer seiner Enkel, Mirza Mahmud, an seine Stelle getreten. Dem neuen Subahdar, der den Titel Surajah Dowlah führte, war das fortwährende Wachsen der Macht der Fremden ein Dorn im Auge. Die Engländer in Calcutta hatten seinen Zorn schon durch Mißhandlung eines seiner Beamten, der einen dorthin geflüchteten Hindu verfolgte, gereizt. Als sie jetzt ohne seine Erlaubniß neue Befestigungsarbeiten begannen und auf seinen Befehl nicht einstellten, zog er gegen sie zu Felde und nahm zunächst die Faktorei Cosimbazar ein.
In Calcutta entstand nun großer Schrecken. — Die Garnison bestand nur aus 260, die Miliz aus 250 Mann. Die Befestigungen waren nicht vollendet. Man bat die Holländer in Chinsura und die Franzosen in Chandernagore um Hülfe. Die Ersteren lehnten solche rund ab, die Letzteren riethen Aufgabe von Calcutta und Rückzug nach Chandernagore. Angesichts dieser Lage bat der Gover- nor den Surajah Dowlah demüthig um Frieden. Aber der Fürst wollte nun davon nichts mehr wissen. Am 18. Juni 1756 griff er die Außenwerke der Stadt an, wo ein panischer Schrecken herrschte. Man hielt allgemein Flucht auf die Schiffe für die einzige Rettung. Die Behörden beschlossen diese Maßregel zu ergreifen. Erst sollten die Frauen und die werthvollste Habe eingeschifft werden, dann die