Teil eines Werkes 
Bd. 2, Th. 1 (1898) Von den Anfängen bis zum Abfall der Vereinigten Staaten : mit drei farbigen Karten in Steindruck / von Alfred Zimmermann
Entstehung
Seite
159
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dritter Gheil.

Kampf mit Irankreich und Spanien um die Weltherrschaft.

Erstes Kapitel.

Die ersten Kämpfe um Lanada und Akadien.

mehr die englischen Pflanzstaaten in Nordamerika sich ausdehnten und erstarkten, um so häufiger wurden die Reibungen mit den Franzosen, welche von Canada und Akadien aus das ganze nördliche und westliche Gebiet unter ihren Einfluß zu bringen suchten. Während die englischen Kolonisten die anfänglichen Pläne wegen Auffindung einer bequemen Durchfahrt nach dem Stillen Meere und Entdeckung von Goldländern bald aufgegeben und sich auf die Be- siedelung und Urbarmachung ihrer Küstengebiete beschränkt hatten, erforschten die Franzosen unermüdlich das Innere Nordamerikas, erschlossen seine Seengebiete und sein Stromnetz und scheuten keine Anstrengung, um den katholischen Glauben unter den Indianern auszubreiten. 1646 dehnten sich die französischen Stationen im Südosten schon bis zum Kennebec, dem Lake Huron und der Nachbar­schaft Albanys aus. Die englischen Niederlassungen waren somit bereits theilweise von ihrem Hinterlande abgeschnitten.

Man sah hier das Wachsen der französischen Macht mit nicht minderem Mißfallen als in London, doch die Kolonien waren zu schwach und zu sehr von anderen Aufgaben in Anspruch genommen, um ihrerseits viel thun zu können. Nur gelegentlich geschah etwas zur Schwächung der Franzosen, so 1643, als in Akadien zwei der Kommandeure sich mit den Waffen bekämpften und dabei Bostons Hülfe in Anspruch nahmen. Erst 1654 machte Cromwell einen ernstlichen Versuch, den Franzosen entgegenzutreten. Er ließ während