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0. Die deutschen Schutzgebiete in der Südsee.
insel dieser Gruppe, Mauus, hat eine Oberfläche von über 1900 hüm und viele gute Ankerplätze. Der Strand ist flach, mit reichen Kokospalm- beständen bedeckt, das Innere mäßig erhöht und mit dichtem Hochwald bestanden.
Bei der durchweg geringen Breite der Inseln des Bismarckarchipels ist die Entwicklung größerer Wasserläufe völlig ausgeschlossen. Nur Neu- pommern hat zahlreiche Flüsse von zum Teil nicht unansehnlicher Breite auszuweisen. Die Mündung ist indessen meist durch eine Barre gesperrt.
Klima. Gesundheitsverhältnisse.
Das Klima der gesamten Inselwelt des Bismarckarchipels ist tropischer Natur. Die Temperatur ist sehr gleichmäßig und beträgt im Mittel 26 o 6. Der Regenfall ist reichlich und beläuft sich z. B. in Herbertshöhe nach fünfjährigem Mittel auf über 2000 nun. Von Mitte Oktober bis Mitte April weht der feuchtwarme Nordwestpassat; in dieser Zeit sind die Niederschlüge stärker. Der Südostpassat, der in der zweiten Hälfte des Jahres vorherrscht, bringt etwas kühlere Temperatur. Stürme sind selten. Orkane kommen nicht vor.
Die Gesundheitsverhältnisse sind im allgemeinen günstiger als in Kaiser Wilhelmsland. Am gefährlichsten ist die Dysenterie, die auch unter den Eingeborenen viele Opfer fordert. Die Malaria ist zwar überall verbreitet, verläuft aber im allgemeinen milder als auf dem Festlande. Die Salomonen sollen fieberfrei sein.
Pflanzen- und Tierwelt.
Trotz des günstigen Klimas zeigt die Vegetation nicht überall die üppige Entwicklung wie auf dem Festlande, da der Boden, besonders der der Koralleninseln, weniger ergiebig ist. Das Auftreten von Man- grovebeständen an manchen Teilen der Küste ist bereits erwähnt worden. Die Tiefebene und die Flußränder sind mit dichtem Busch bestanden, der den Eingeborenen vielerlei Früchte liefert und von manchen wertvollen Nutzhölzern durchsetzt ist, wie OalopdMum inoxliMum, bijuAa,,
LnrinAtonia. usw. Überall, wo sich eine tiefere Humusdecke gebildet hat, sind reiche Bestände von Kokospalmen zu finden. Vielfach ist die Kokospalme auch von Europäern in großen Plantagen angepflanzt worden. Jenseits einer Höhe von 200 m kommt dieselbe indessen nicht mehr recht fort. Die Gebirge sind überall mit dichtem Busch bestanden, der nur hiu und wieder von Hochstämmen unterbrochen wird. Die Abhänge der Vulkane zeigen meist Grasbestand. Auch die Gazellehalbinsel hat auf der Hochebene Savannencharakter. Hier findet sich auch eine Eukalyptusart, die als Nutzholz sehr geschätzt wird, da sie der Zerstörung der weißen Ameisen nicht ausgesetzt ist.