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Die afrikanischen Schutzgebiete.
barem Dornbuschdickicht und einzelnen Kokospalmen bestandener ^/z bis 1*/» Lui breiter Damm an, der aus salzdurchtränktem Sandboden besteht und von schmalen Negerpsaden durchschnitten ist.
Ein langgestreckter, schmaler (200—1000 m) Küstensee (oder besser ein Hass, als dessen Nehrung der Küstenstreifen anzusehen ist), der sich an zwei Stellen zum Togo- und zum Wo-See verbreitert, von salzhaltigem Grundwasser und den spärlichen Wassermengen des Sio und Haho gespeist und durch massenhafte Zufuhr von feinen Trümmermassen gelbgrau gefärbt wird, trennt den Küstenstreifen vom eigentlichen Festland. Hinter der Lagune dehnt sich nach dem Landesinnern allmählich sanft wellenförmig ansteigend eine endlose Savanne aus, deren Südrand sich gegen die Lagune in einer Höhe von 5—15 in steil absetzt, und deren roter Laterit- oder grauer Tongrund von einer starken Schicht schwarzer fruchtbarer Humuserde bedeckt ist. Die Gleichförmigkeit dieser Savanne wird durch ein reichlich bewaldetes Mittelgebirge, das an Höhe dem Rheinischen Schiefergebirge gleichkommt und aus Urgestein besteht, unterbrochen.
Nach Norden fällt es in steiler Böschung zum niedrigen
(etwa 400 ni), nach dem Innern zu allmählich sich senkenden Plateau des Westsudans ab.
Das Gebirge ist gleichzeitig das Quelland der meisten Wasserläufe. Es sind Regenflüsse oder für die Schifsbarkeit unbenutzbare reißende Bergströme. Der Mono ist indessen 100 Iciu aufwärts schiffbar: der Volta trägt in der Regenzeit kleine Dampfer bis Kete- Kratschi und ist auch sonst über Deggi hinaus schiffbar. Ein Wasserfall oberhalb Kete-Kratschis muß zu Lande umgangen werden.
Klima. Gesundheitsverhältnisse.
Das Klima ist tropisch. Die Wärme beträgt im Jahresmittel an der Küste über 26 Grad Celsius. Die höchste Temperatur fällt in die Zeit des nordhemisphärischen Winters, die geringste in die Monate Juli bis September. Die Hitze wird durch eine tagsüber an der Küste wehende Seebrise gemildert und nimmt nach dem Innern zu allmählich ab. Mit dem Zenitdurchgang der Sonne treten die Regenzeiten ein, die durch Gewitter und Tornadoperioden eingeleitet werden und mit zwei Trockenzeiten abwechseln. Die erste Regenzeit dauert vom März bis Juni, die zweite (nicht selten ausbleibende) fällt in die Monate September bis November. Auf dem lufttrockenen, des Nachttaus entbehrenden und auch sonst wenig bewässerten Binnenplateau wechselt eine Regenzeit (Juli bis Oktober) mit einer Trockenzeit (November bis Februar) und einer Übergangszeit voll veränderlichem Charakter. Im Gebirge, das die Seewinde auffängt, Pflegen in jedem Monat Niederschlüge zu fällen.