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Freundschaft und Hilfe gewinnen. Nur auf diesem Wege erfüllen wir unsere äußere Eegenpflicht am deutschen Volkstum in der Welt.
Können und wollen wir uns in der Zukunft aus die Ausländsdeutschen verlassen, so müssen sie sich aus kulturellem Gebiet auch auf uns verlassen können, bis sie etwa selber selbständig werden. Salomo sagt einmal: „Laß dein Brot über das Wasser fahren, so wirst du es finden nach langer Zeit." Die Wahrheit dieses Wortes ist schon erwiesen durch das Wohlverhalten der Ausländsdeutschen gegen das Vaterland in guten und bösen Zeiten. Der Segen, der der bisher geringen Hilfsaussaat entsprungen ist, ist auch vielen Volksgenossen zugute gekommen, die sich um jene noch nie gekümmert haben. Wie viel größer muß der Zukunftssegen werden, wenn wir als Volk uns zusammenstellen und amtlich wie privat denen Liebe beweisen, die den ersten Anspruch darauf haben. Je mehr diese innere Eegenpflicht von Herzen und ohne geschäftliche Nebenrechnung erfüllt wird, desto mehr bringt sie ganz von selber das gegebene Brot der Hilfe mit Zinseszinsen wieder.
XXIX.
Swig gelte: »»Ein Deutscher bleibt ein Oeutlebei'!"
Dies zur Erhaltung viel deutschen Volks so sehr nötige Gesetz ist endlich anfangs 1914 zustande gekommen, hat aber während des Krieges sich noch nicht praktisch bewähren können. Höchstens, daß die