108
XXVIII.
Veutkcklanäs Innere und äußere GegenpkUckten.
Soll und will das deutsche Heimvolk die ihm seitens des Auslanddeutschtums aufgestapelten Werte beheben, dann muß es sich erst wieder auf sich selbst besinnen. Sein Erleben in der bösen Übergangszeit erinnert mich lebhaft an das zutreffende Bild eines in Fieberschüttelfrösten liegenden Mannes, der zeitweilig seiner Mannbarkeit beraubt zu sein scheint. Für das deutsche Volk ist beides: Genesung und Verfall auf dem Marsche. Unbesinnen führt unweigerlich zum Verfall, Besinnen aber zur Genesung. Und wir werden uns besinnen! So werden wir auch genesen. Aus der Tiefe aufsteigen und wieder etwas gelten in der Welt, das allein ist die rechte Art des deutschen Wesens. Kommt aber über kurz oder lang die Genesung zur Vollkraft, dann heißt es für jedes Glied der deutschen Volksgemeinschaft: Geh' zur Ameise und lerne von ihr! — Wenn wir einen Ameisenhaufen beschädigen, so treten sofort Hunderte, ja Tausende an der Wundstelle zutage, besehen den Schaden und schwärmen dann soweit aus, als das Trümmerfeld reicht. Nicht nur mit ihren Zangen, sondern auch mit Verstand tragen sie den unscheinbaren Schutt heran und bauen ihn so an, daß der Haufen nachher schöner aussieht als vorher. — Das Deutsche Reich ist der Ameisenhaufen, und das deutsche Volk ist das Ameisen- heer, aber nur dann, wenn es als Volksgemeinschaft sich auch aus die Arbeitsgemeinschaft besinnt. Jedes