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Dona Francisca : 70 Jahre deutscher Kulturarbeit in Brasilien im Staate Santa Catharina / von Fritz Bühler
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Die Frau und die Töchter aber tändeln, spielen Klavier, häkeln und sticken, gehen spazieren und machen Besuche; nur arbeiten dürfen sie nicht! Deswegen kann es auch keine brasilianischen Kolonisten geben; sie würden nie zu etwas kommen. Und wo solche Leute doch den Versuch machen, da gelangen sie nie zu irgendwelchem Wohlstand. Armut und Not bleiben im Regiment; die dennoch geübte freundliche Gast­freundschaft mit dem Wenigen, das sie haben, bleibt ja ein nachahmenswerter feiner Zug dieses Volks­schlages. Aber sie allein würden ihr Land niemals von Grund auf zu heben imstande sein.

Das mußte zu Ehren der um ihres Fleißes willen so hoch und hehr dastehenden deutschen Frau gesagt werden.

Mögen alle deutschen Mädchen, die dieses lesen, auch solche die Welt bezwingenden und die Welt seg­nenden deutschen Frauen werden. Unter ihrer Hand wird die Wildnis zum Blumengarten, wie es die Gartenstadt Joinville beweist.

XXVII.

Der Lukunklsivert ckes Veullcklums im Huslanck.

Der Maßstab für den Zukunftswert des Deutsch­tums im Ausland ergibt sich ganz von selber aus seinem Vergangenheitswert. Zwar sind die Verhält­nisse jetzt stark verschoben. Deutschland ist im Krieg unterlegen, nachdem es sich über vier Jahre gegen die ganze Welt heldenmütig gewehrt hat.