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XVII.
Die goldenen Jubiläen.
2m Iahre 1901 ging es in Joinville hoch her. Das Jubilieren begann. Ein Jubiläum löste nun das andere ab. Zunächst feierte die Kolonie und die sie verkörpernde Stadt ihr goldenes Jahr mit einem achttägigen Volksfest. Ziemlich mitten in der Stadt war ein herrlicher Festplatz hergerichtet worden. Er lag an einem bewaldeten Hügel, auf dessen Höhe ein Aussichtsturm errichtet war. Das Wäldchen war vom Unterholz befreit und mit guten Spazierwegen versehen worden. Der deutsche Musikverein konzertierte während der Feststunden. Mit dem Fest verbunden war auch eine Ausstellung landwirtschaftlicher und industrieller Produkte; es konnte so manche wohlverdiente Preiskrönung vollzogen werden; auch kirchlich haben wir uns zum Festgottesdienst zusammengefunden, durfte doch auch die Kirchengemeinde ihr goldenes Jubiläum in diesem Jahre feiern. Und sie hat es würdig getan. Für die inwendig noch recht nackt gehaltene Kirche konnte mit freudig gespendeten freiwilligen Gaben ein schöner Hochaltar in bestem Zimtholz erbaut werden, dessen Mittelfeld ein fast lebensgroßes, aus Deutschland bezogenes, die Auferstehung Christi darstellendes Ölgemälde faßt. Für die bisherigen, aus Holz gedrechselten Leuchter wurden silberplattierte angeschafft. Der Lutherverein in Stade schenkte einen Kruzifirus mit silbernem Korpus und der Evangelisch-lutherische Eotteskastenverband ein Herr-