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Dona Francisca : 70 Jahre deutscher Kulturarbeit in Brasilien im Staate Santa Catharina / von Fritz Bühler
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die Steuergelder ihm selber nützten. Im Lauf der 50 Selbstverwaltungsjahre sind beinahe 500 Kilo- meter wohlgepflegte Straßen entstanden, die auch der besten Wegebaumeisterin, der Frau Sonne, zugängig gemacht sind, weil einem Gesetz zufolge der Wald zu beiden Seiten wenigstens 8 Meter breit niedergehalten werden muß. Für genügende Entwässerung der Straßen ist durch Abzugsgräben gesorgt; über Siele und Bäche wurden ordentliche Brücken gebaut. Jeder Wegbezirk hat einen amtlichen Vertreter, der in Unwetternotfällen die Kolonisten zur Ausbesserung heranziehen kann.

Für die Stadt war eine einstweilen ausreichende Wasserleitung angelegt worden, damit auch in lang anhaltenden Dürrezeiten keine Wassernot entstehen konnte. Selbstredend war auch ein Rathaus da, wo die jeweils nötigen Gerichtssitzungen abgehalten wur­den, weil ein Eerichtsgebäude noch fehlte. Ein den Verhältnissen entsprechendes Krankenhaus und ein Gefängnis gab es auch; doch sind schwere Vergehen eine große Seltenheit in der Kolonie.

Die Kirchen und Pfarrhäuser, die dem Ort auch zur Zierde gereichten, gehörten natürlich nicht der bürgerlichen, sondern den Kirchengemeinden zu eigen.

XVI.

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Jede Gemeinde hatte auch ihren eigenen gut- gepflegten Friedhof. Die Friedhöfe, die immer im Schmuck der schönsten Blumen und herrlicher Zier-

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