Vierzig Jahre lang hat der katholische Geistliche unsere Stadtjugend so gut geschult, wie es nach ihm kaum wieder erreicht wurde. Seine Methoden und sein Lehrplan sind heute noch der Nachahmung wert.
XI.
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Es sei noch einmal festgestellt, daß die Deutschen seit ihrer Auswanderung ganz und gar ohne Staatsangehörigkeit waren. Sie lebten in einer fremden Welt, in die sie sich erst eingewöhnen mußten. Sie trugen deutsche Vor- und Eeschlechtsnamen. In ihrer Brust schlug ein deutsches Herz. Sie redeten auch die deutsche Sprache und liebten sie. Aber sie waren keine deutschen Bürger mehr, d. h., keine Mecklenburger, Hannoveraner oder Sachsen. Und doch wurde es ihnen schwer, sich um eine andere Bürger- schaft zu bewerben. Da kam Brasilien ihnen weit entgegen, indem es ihnen das Bürgerrecht zuerkannte, wenn sie über zwei Jahre im Lande weilten und keinen Protest dagegen erhoben hatten. So konnte man also in jenen Zeiten, als die Deutschen nur geschätzt und nicht gefürchtet wurden, förmlich im Schlafe Fremd- bürger werden. Wollte aber jemand noch schneller dazu kommen, so brauchte er sich nur dazu zu melden.
In neuerer Zeit, besonders im letzten Jahrzehnt vor dem Krieg, kehrte sich das Verhältnis um. Brasilien wurde in Rücksicht aus die geglaubte „deutsche