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gewartet hatte, glaubte und griff mit Freuden zu. Die Sache machte Schule; bald gab es einige hundert solcher Falschpfarrer, die ihre Gemeinde durch einen Kontrakt auf Jahre gebunden hatten und die leider auch ihren Rückhalt fanden an allerlei einflußreichen unordentlichen Leuten. Da zogen sich die Stillen im Walde vom Gemeindeleben zurück, fielen aber gewöhnlich später irgendwelchen Sektierern in die Hand.
So ist der lutherische Kirchengarten zertreten und verdorben worden. Diese Falschpfarrer, deren es beim Kriegsausbruch in Rio Grande do Sul noch über drei Dutzend gab, wurden im Volksmund nur „Schnapspfarrer" genannt. Sie haben das pfarramtliche Ansehen so untergraben, daß es später jahrelange Geduld kostete, bis das Amt wieder zu Achtung und Ehren kam. Ja, die Deutschen in Brasilien waren beispiellos verlassen. Es mag bei andern Völkern ähnlich gelegen haben; aber keines kann unter diesen Entbehrungen so gelitten haben wie unsere Drüber, die von Hause aus eine gute Pflege in Schule und Kirche gewohnt gewesen waren.
IX.
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In der Kolonie Dona Francisca und am Stadtplatz Joinville stand es ja in diesen Dingen weit besser, obgleich auch alle obgenannten Wehen durchkostet wer-