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unschädlich gemacht werden, weil sonst andere Varfuß- gänger auch nach Tagen sich noch vergiften könnten, wenn sie mit den scharfen Zähnen in Berührung kämen. Ist der Kopf aber so begraben, so schneidet man aus dem Busch eine lange Gabel, spitzt sie an und treibt sie an dieser Stelle fest in den Boden; dann hängt man den meist riesigen Schlangenleib — je nach Liebhaberei — enthäutet oder mitsamt der Haut über die Gabel zu einem Zeichen der vollzogenen Tat. Es liegt ein großer, von Nächstenliebe zeugender Ordnungssinn in dem allen! Ließe man z. B. auch nur den ganz ungefährlichen kopflosen Schlangenleib liegen, so würde man alle späteren Passanten erschrecken und unnötig aufhalten. Auch im Urwald muß alles sein Recht haben!
Es denke aber niemand: Schlangentöten sei nur Männersache! Den dazu nötigen Mut zeigen auch die Frauen und unsere Knaben und Mädchen. Der Mensch ist ja so überragend geschickt geschaffen, daß er die Herrschaft über jegliche Kreatur besitzen kann und soll. Er muß nur seine fünf Sinne gesund anwenden!
VIII.
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Die größte Not tritt zutage, wenn wir auf das Lehrertum blicken. Weil Lehrer aus Deutschland nicht zu haben waren und es dortzulande auch keine Lehrer-