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Dona Francisca : 70 Jahre deutscher Kulturarbeit in Brasilien im Staate Santa Catharina / von Fritz Bühler
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gab es alle Arten von Fiebern, besonders in der Sommerzeit. Auch kam so manches Unglück vor beim Waldschlag oder durch Giftschlangenbiß; häufig waren auch Erhitzungs- und Erkältungskrankheiten; auch mit­gebrachte Übel machten sich dabei bemerkbar. So ist manche unentbehrliche alte und junge Kraftlhinweg- gestorben, wodurch das Vorwärtskommen und^Schul- denfreiwerden in weite Ferne gerückt wurde. Soviel länger war aber die Zinsenlast mitzutragen.

VII.

Lrclikck Lrot uncl geistige s^ot. kKlks verlüde unck Selbsthilfe.

Welch ein Wendepunkt im Leben des Kolonisten war doch mit der Entgegennahme des Vesitztitels ver­bunden! Nun durfte er daran denken, sich ein wenig besser einzurichten und womöglich auch noch einige tausend Mark zu sparen für seine alten Tage. Aber so ging es nun doch nicht mehr aufwärts, wie der Leser unwillkürlich vermutet. Inzwischen waren des Kolonisten Kinder herangewachsen. Nun war es seine Pflicht, jedem Sohn zu einem eigenen Grundstück und zu einer ersten Einrichtung behilflich zu sein. Wenn dort ein Vauernsohn sich verheiratet, so wird er keines Menschen Knecht, sondern selbst ein Bauer. Haben die Kinder dem Vater geholfen, so hilft er ihnen jetzt wieder. So war es, und so blieb es. Darum ist in Brasilien ein glücklicher deutscher Kleinbauernstand ent­standen. Doch war das Glück nur ein irdisches. Die