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Dona Francisca : 70 Jahre deutscher Kulturarbeit in Brasilien im Staate Santa Catharina / von Fritz Bühler
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räumt, so wird sofort die Pflanzung vollzogen; in Frage kommt dabei nur diejenige Knollenpflanze, deren Pflanzzeit regiert. Die Stecklinge, die je nach Art aus Knollenablegern oder auch nur aus Rankel- stücken bestehen, liefert die Koloniedirektion, bis die Kolonisten so weit sind, daß sie einander aushelfen können. Nun wiederholt sich die eben beschriebene Arbeit immer wieder, indem neuer Wald für die nächste Pflanzzeit vertilgt wird. Je mehr solcher Royas aber entstehen, desto größer werden die Aufgaben der Kinder, denn sie müssen nicht nur beim Waldfällen helfen, sondern auch allen Wildwuchs und das massen­haft aufsprießende Unkraut niederhalten. Unterbrochen wird dies Einerlei durch die nun kommenden Ernten, die immer 3 Monate nach der Pflanzung beginnen und dann etwa 6 Wochen lang gute eßbare Ware liefern, die man nach Bedarf der Erde entnimmt. Daran reiht sich wieder eine andere Art und so fort.

VI.

Von cler ersten Pflanzung bis runi scliulctenkreien

Lesitr.

So kommt der Ansiedler mit Hilfe seiner Kinder allmählich so weit, daß er nach zwei Jahren die erst- angelegten Ro^as in Weide umwandeln und sich von der Direktion eine Kuh besorgen lassen kann; nun kommt der Haushalt zu Milch, Butter und Käse. Auch die Schweinezucht kann mit Hilfe der reichlichen Knollengemächsernten in Gang kommen, wodurch dann