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V.
Der Kolonisten Ankunft, dnterbringung unck Unliecklung im Malcl.
Jahrzehnte lang sind die Einwanderer mit Segelschiffen hinausbefördert worden. Nie gab es eine be- ' rechenbare Fahrzeit. Windstillen in der Äquatorial- zone konnten das größte Ungemach über das so hoff- nungsfreudige Volk herausführen. In den schlimmsten > Fällen verdarb Wasser und Kost; dann gab es Krankheiten und großes Sterben. Die aber glücklich über das Meer kamen, wurden im Seehafen SLo Francisco gelandet und in kleinen Fahrzeugen bai- und flußaufwärts an den Stadtplatz gebracht, wo sie zunächst Unterkunft in einem geräumigen Einwandererschuppen ^ fanden; von da aus wurde die Übersiedlung in den Wald bewerkstelligt.
Im Anfang erschloß man den Wald in der nächsten . Umgebung der Stadt. Bald aber mußten die Lauf- . wege (Pikaden), die viel später erst zu Straßen aus- " gebaut werden konnten, tief in den Wald hinein angelegt werden, bis an die Grenzen des Geländes, wenn nicht vorher schon Sümpfe oder Gebirge Halt geboten. Um auch das Hochland besiedeln zu können, wurde die Regierung veranlaßt, eine strategische Straße zu bauen, die in vielen Schlangenwindungen durch die Serra do mar hochstrebt und als die Serrastraße Joinville mit dem 145 Kilometer entfernten Rio Negro verbindet. Bei Kilometer 90 liegt die kleine, schöne Vilal SLo Vento, welche später von den Kleinort-