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Dona Francisca : 70 Jahre deutscher Kulturarbeit in Brasilien im Staate Santa Catharina / von Fritz Bühler
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der Charakterbeurteilung eines Volkes. Daß das Volk in der Kolonie Dona Francisca und in der von ihm erbauten Stadt Joinville seiner deutschen Herkunft keine Schande macht, wird diese Schrift erweisen.

Der Stadtplan, dessen Skizze auf der angehängten Karte vermerkt ist, wurde schon anno 1851 so ent­worfen. Aus etwa 6 Kilometer Länge und 2 Kilo- meter Breite im Geviert sollte nirgends ein Bauern­gut verkauft werden. Nur sogenannte Stadtplatze, ausreichend für Aufführung einiger Gebäude und An­lage eines geräumigen Gartens, wurden abgegeben. Auch übte man von vornherein Baupolizei aus, d. h. man achtete peinlich darauf, daß das erst viel später auszubauende Straßennetz nirgends mit Hindernissen durchsetzt wurde.

III.

Die Sinvssntlei'er nack Herkunft unck btanck.

Die ankommenden Kolonisten aber mußten in den Urwald ziehen. Sie stammten so ziemlich aus allen Gauen Deutschlands; doch sind nur wenige Süddeutsche darunter; etwas stärker sind die Sachsen aus dem Königreich und der Provinz vertreten; durchschnittlich zwei Drittel stammen jedoch aus Norddeutschland, und ihre Muttersprache istPlattdeutsch", gleichviel ob sie aus Pommern, Mecklenburg, Hannover, Vraunschweig, Schleswig.Holstein oder Hamburg kamen. Ihrem Stand nach waren es meist einfache und arme Leute