Druckschrift 
Dona Francisca : 70 Jahre deutscher Kulturarbeit in Brasilien im Staate Santa Catharina / von Fritz Bühler
Seite
9
Einzelbild herunterladen
 

I.

l)l« Grünäer cker Kolonie und ckeren Lage.

Als die Kaiserliche Prinzessin Dona Francisca im Jahre 1843 sich mit dem aus Frankreich stammen­den Prinzen von Joinville vermählte, gab ihr die brasilianische Regierung auch 25 Ouadratmeilen Ur­waldsgelände, ganz nach Wahl des Prinzen, als Morgengabe mit in die Ehe. Auf den Rat eines er­fahrenen Freundes wählte der Prinz das Hinterland des guten Seehafens SLo Francisco do Sul. Nur in Verbindung mit dem Meer war eine lebensfähige Besiedlung des Geländes denkbar. Zulande gab es damals und noch jahrzehntelang keinerlei Anschluß an die Kulturwelt. Der Süden Brasiliens war eben un­erforschter Urwald. Man wußte nur, daß die Indi­aner darin hausten, und daß man ihnen das Gelände noch abzuringen hatte.

In jenen Zeiten standen die deutschen Ansiedler schon im besten Rufe. Darum lag dem Prinzen von Joinville viel daran, Deutsche als Kolonisten in sein Waldgelände einzuführen. Er wollte es auch nicht nur aufgut Glück" ankommen lassen; darum schickte er seinen Freund nach Hamburg und suchte gute Ver-