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Deutsche Ost-Afrika-Linie
R. P. D. „Prinzessin".
SEIT Mai 1907 hat die Deutsche Ost-Afrika-Linie auf den Haiiptlinien ihre Fahrten vermehrt, während die bisherige Zwischenlinie für die Folge nur sechswöchentlich durch Frachtdampfer betrieben wird und somit für den Passagierverkehr ganz ausscheidet. Die Deutsche Ost-Afrika-Linie unterhält nunmehr folgende Passagier-Linien von Europa: 1. Eine dreiwöchige Post- und Passagierdampferverbindung (Hauptlinie westliche Rundfahrt) durch den Atlantischen Ozean von Hamburg, Bremerhaven, Antwerpen, Boulogne, Las Palmas nach Deutsch-Südwestafrika, dem Kapland, Durban und Delagoabay und zurück über Las Palmas, Dover, Antwerpen, Bremerhaven nach Hamburg.
2. Eine dreiwöchige Post- und Passagierdampferverbindung (Hauptlinie östliche Rundfahrt) durch den Suezkanal von Hamburg über Rotterdam, Dover, Lissabon, Tanger, Marseille, Neapel nach Ost- und Südafrika und zurück auf demselben Wege.
Die auf dem westlichen Wege via Las Palmas nach Kapstadt ausreisenden Dampfer der Haupillnie kehren auf dem östlichen Wege durch den Suezkanal zurück, und umgekehrt die durch den Suezkanal auf dem östlichen Wege ausreisenden Dampfer der Hauptlinie kehren auf dem westlichen Wege, d. h. durch den Atlantischen Ozean, via Las Palmas zurück. Die Dampfer der Hauptlinien machen also tatsächlich Rundfahrten um Afrika in beiden Richtungen, so daß der schwarze Kontinent auf ein und demselben Dampfer ohne Kabinenwechsel umfahren werden kann. Wer in den Fahrplänen die angegebenen Reisenummern verfolgt, ersieht daraus, welche Fahrten von ein und demselben Dampfer (gleiche Reisenummern) ausgeführt werden.
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Woermann-Linie und Hamburg-Amerika-Linie
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P. D. „Adolph Woermann" bei Cuxhaven ankernd.
DER erste Woermann-Dampfer wurde im Jahre 1878 gebaut und der Verkehr mit Afrika galt damals fast ausschließlich der Beförderung von Waren; die Schiffe hatten nur eine bescheidene Einrichtung für wenige Passagiere, da im wesentlichen nur Angestellte der Handelshäuser und einige Missionare von Deutschland nach der Küste von Afrika reisten. Seit der Begründung der deutschen Kolonien an der Westküste Afrikas hat der afrikanische Handel mit Deutschland eine wesentliche Entwicklung erfahren und es stellte sich immer mehr das Bedürfnis nach Dampfern heraus, die auch für eine größere Anzahl von Passagieren bequeme Unterkunft boten. So sind mit dem sich von Jahr zu Jahr entwickelnden Verkehr auch die Dampfer immer größer und schneller geworden und haben so vorzügliche Einrichtungen, daß sie auch den besten Passagierdampfern ebenbürtig sind.
Im Jahre 1907 hat die Woermann-Linie 8 Dampfer an die Hamburg—Amerika-Linie verkauft und mit ihr eine Betriebsgemeinschaft für den Afrika-Dienst eingerichtet. Von der gemeinsamen Flotte sind neben den beiden bereits im Jahre 1902 für die Kamerunfahrt erbauten Dampfern „Eleonore Woermann" und „Lucie Woermann^ die neuen Doppelschraubendampfer Windhuk, Adolph Woermann und Gertrud Woermann ganz besonders erwähnenswert, weil sie mit ihrer gediegenen und luxuriösen Ausstattung auch den Ansprüchen der verwöhntesten Reisenden genügen werden.
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