Sklaverei.
487
'« Für Reparaturen ist ein Slip bei Cavite südlich von Manila H vorbanden. In Manila sind Pferdebahnen und Dampfbahnen vor- ^ Handen. Außerdem verkehren viele Wagen, welche von den kleinen ji aber ausgezeichneten einheimischen Ponies gezogen werden. Seit 1884 ist eine gute Wasserleitung vorhanden, für welche im vorigen Jahr- s hundert ein Schiffskapitän eine Summe vermacht hatte. Der bota- * nische Garten soll ziemlich vernachlässigt werden. Es erscheinen in der Stadt fünf Tages- und drei Abendzeitungen, die aber streng beaufsichtigt werden. Außer den Volks- und höheren Schulen giebt b es eine Universität und eine Ackerbauschule.
^ Unter den Eingeborenen besieht noch heute Sklaverei in versteckter E Form. Häufig werden Kinder für Darlehn verpfändet und bleiben ^ Eigenthum des Gläubigers, da das Geld nie erstattet wird. Eine 1 große Anzahl mischblütiger Leute leben in der Kolonie und üben k. nicht unbedeutenden Einfluß. Man rechnete schon 1845 ihre Zahl ß auf gegen 200 000. Seitdem ist sie natürlich noch erheblich gestiegen, k Die gesammte Kolonie zählte Ende der achtziger Jahre 7 030 000 Einwohner. Darunter war die auf eine Million geschätzte noch nicht unterworfene eingeborene Bevölkerung der Philippinen und die etwa 46 000 Köpfe zählende Bewohnerschaft der Marionen und Karolinen, z Alle Inseln zusammen bedecken 298 772 (ziem.
Zweites Kapitel.
Die Verbindung mit Frankreich kostete Spanien im Jahre 1801 aufs neue Louisiana. Es mußte dieses reiche Land an die französische Republik gegen werthlose Zugeständnisse in Europa abtreten. Napoleon verkaufte darauf sogleich Louisiana für zwanzig Millionen Francs an die Vereinigten Staaten vor den Augen Spaniens, das vergebens in Paris wie in Philadelphia gegen den Handel protestirte. Kuba hatte hiervon insofern Nutzen, als von Louisiana ebenso wie von Haiti zahlreiche Familien herüberwanderten und neue Pflanzungen anlegten. Besonders die Kaffeekultur hob sich infolgedessen. Von 8000 Arroben stieg der Kaffecexport in zwei Jahren auf 80 000, in weiteren fünf auf 300 000 bis 400 000. Auch die Zuckerindustrie machte große Fortschritte durch Einführung besserer Methoden. —