Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1896) Die Kolonialpolitik Portugals und Spaniens : in ihrer Entwickelung von den Anfängen bis zur Gegenwart : mit einer Karte in Steindruck: Übersicht des portugiesischen und spanischen Kolonialbesitzes gegen Mitte des 16. Jahrhunderts / dargest. v. Alfred Zimmermann
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Mission in den Philippinen.

1790 Guavana ebenfalls besondere Bisthümer. Letzteres unterstand l Sän Domingo, ersteres Neu - Granada. 1803 wurde der Bischof s von Caracas Erzbischof.

Achtes Kapitel.

Nach den Philippinen kamen gegen Ende des 16. Jahrhunderts die ersten Jesuitenmissionare und gleichzeitig wurden den verschiedenen in Ostasien missionirenden Orden getrennte Bezirke angewiesen, um Eifersüchteleien vorzubeugen. Wie nöthig das war, beweisen Vor­gänge aus jener Zeit in Japan, wo spanische Franziskaner mit den dort schon thätigen portugiesischen Jesuiten, welche ihre Niederlassung nicht dulden wollten, in geradezu unerhörten Streit geriethen. Die Jesuiten predigten öffentlich gegen die Franziskaner, gestützt auf ein Privileg Gregors XIII., und setzten schließlich durch, daß die japanischen Behörden sie hinrichteten. Hinter den spanischen Missionaren stand bei der ganzen Angelegenheit die Verwaltung der Philippinen, welche gern ihren Einfluß auf Japan und ganz Ostasien ausgedehnt hätte. Die Tödtung der Franziskaner war daher auch eine politische Nieder­lage der Spanier. Sie gaben indessen die Sache nicht auf und setzten schließlich doch Erlaubniß zur Niederlassung von Franziskanern in Aeddo durch.

Ueberhaupt wandte die Regierung der Philippinen damals ihre Aufmerksamkeit weit mehr der Ausdehnung ihrer Herrschaft als der Entwickelung und Besiedelung des Landes zu. Bald wurden Ex­peditionen nach Siam und Cambodja, bald nach Formosa ausgesandt. Die steten Mißerfolge schreckten nicht ab. 1596 wurde ein verdienter Offizier, Figueroa, mit der noch zum größten Theil unerforschten und unabhängigen großen Insel Mindanao im Süden der Gruppe auf zwei Meuschenalter belehnt. Es gelang ihm, auf der Insel Fuß zu fassen, aber er kam dabei um, und die Krone mußte sich ent­schließen, die weitere Eroberung und Kolonisation des Landes auf ihre Kosten vorzunehmen. Es erwies sich das als außerordentlich schwierig. Die mohammedanische Bevölkerung wollte von den Spaniern nichts wissen und vertheidigte sich sehr tapfer. Sie zwangen die spanischen Truppen nicht bloß zeitweilig zur Räumung ihrer Festungen, sondern überfielen auch in ihren Booten zu Tausenden wiederholt

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