Angriffe auf Kuba.
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allerdings erst 1801 stattgefunden, als Toussaint mit einem starken Negerheere vor ihren Mauern erschien.
Sechstes Kapitel.
Kaum stieg im 17. Jahrhundert der Wohlstand Kubas, so zeigten sich dort auch zahlreiche Seeräuber, welche ihre Lager in den kleinen Antillen aufgeschlagen hatten. Manche Kolonisten, welche aus dem Schleichhandel reichen Gewinn zogen, machten mit ihnen gemeinsame Sache. 1603 fiel den Seeräubern sogar einmal ein spanischer Bischof in die Hände. Die Behörden der Insel hatten gleichzeitig im Innern und Aeußern zu kämpfen. Blutige Strafen schränkten den Schmuggelhandel zeitweilig ein, aber immer wieder kam er bei der Fortdauer der strengen Prohibitivpolitik Spaniens in Blüthe. Die Versuchung war zu groß bei dem sicheren hohen Gewinn. Gegen 1610 wurde die Bevölkerung von ganz Kuba, alle Rassen zusammen, auf nicht mehr als 20 000 Köpfe geschätzt. An der ganzen Westküste waren nur einige elende Hütten, wo Fischer und Schmuggler wohnten. Santiago hatte kaum mehr als 1000 Einwohner, wovon die meisten in den Landgütern oder Knpferminen lebten. Am blühendsten war die im Innern gelegene, vor Seeräubern geschützte Stadt Bayamo. Trotz der geringen Bevölkerung gab es sechs Klöster auf der Insel, drei davon in Havanna.
In den ersten Dezennien des 17. Jahrhunderts hatte Kuba besonders von den Angriffen holländischer Flotten zu leiden, welche damals den Atlantischen Ocean nach allen Seiten durchkreuzten und mit Spanien einen Vernichtungskrieg führten. 1628 gelang es dem holländischen Admiral Pit Heim sogar, vor Havanna die aus Vera Cruz kommende Silberslotte abzufangen und wegzunehmen. Nur drei Fahrzeuge vermochten sich zu retten. Fast die ganze reiche Ladung der Flotte fiel den Holländern in die Hände. Erst dieser Schlag bewog die spanische Regierung zu einem ernstlichen Vorgehen. 1630 wurde der Marquis de Villanueva de Valdueza mit 20Gallionen ins Antillenmeer gesandt, um die dort von Abenteurern verschiedener Nation gegründeten Schlupfwinkel besonders auf den Inseln de Nieves und Sän Christobal aufzuheben. Der Herzog von Olivarez, von