Chile.
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Drittes Kapitel.
In Chile dauerten zu Anfang des 17. Jahrhunderts noch immer die Kriege mit den Araukariern fort. 1604 nach dem Eintreffen von 1250 Mann frischer Truppen drang der Gouverneur wieder in ihr Land ein und gründete ein Fort. Kaum war er aber abgezogen, so tauchten starke Schaaren der Eingeborenen auf, die es belagerten und bald einnahmen. Verschiedene spanische Heeresabtheilungen wurden vollständig vernichtet. Diese ewigen Mißerfolge bewogen die spanische Regierung, die Festsetzung in Araukarien überhaupt aufzugeben. Es wurde ein starkes Grenzkorps eingerichtet und bald darauf auf Betreiben der Jesuiten, welche durch die ewigen Kämpfe in ihrem Missionswerk gestört wurden, 1612 mit den Araukariern Frieden zu schließen versucht. Beide Theile versprachen, den Bio-Biosluß als Grenze betrachten zu wollen und die Feindseligkeiten einzustellen. Im letzten Augenblicke scheiterte aber Alles daran, daß die Spanier einige zu ihnen geflüchtete christliche Frauen, welche araukarische Häuptlinge besessen hatten, auszuliefern verweigerten. Die Kämpfe begannen für Jahre hinaus aufs Neue mit wechselnden Erfolgen. Erst 164k, nachdem die Eingeborenen dezimirt waren, kam es zu einem Friedensschlüsse.
Kaum war die Ruhe im Innern einigermaßen gesichert, so begannen Angriffe holländischer lind englischer Schiffe an den Küsten. Die fremden Angreifer versuchten die Araukarier auf ihre Seite zu ziehen, doch damals umsonst. Die erschöpften Eingeborenen beachteten den Friedensvertrag einige Jahre, bis Erpressungen und Grausamkeiten der Spanier in den Grenzdistrikten sie zu einer neuen Erhebung veranlaßten, die bis zum Jahre 1665 dauerte. Erst damals kam ein dauerhafter Friede zustande. Bis zum Ende des Jahrhunderts herrschte Ruhe, und das reiche Land begann aufzublühen. Da brach der spanische Erbfolgekrieg aus. Französische Flotten blockirten alle Häfen und rissen den ganzen Handel an sich. Viele Franzosen siedelten sich auch im Lande an. Der letztere Umstand kam dem Lande ebenso wie der Einwanderung einer Menge Nordspanier zu statten.
Doch noch waren die einzigen nennenswerthen sechs Städte im Lande ziemlich ärmlich und gering bevölkert, als aufs Neue Unruhen unter den Araukariern entstanden. Die militärische Bedeckung der