Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1896) Die Kolonialpolitik Portugals und Spaniens : in ihrer Entwickelung von den Anfängen bis zur Gegenwart : mit einer Karte in Steindruck: Übersicht des portugiesischen und spanischen Kolonialbesitzes gegen Mitte des 16. Jahrhunderts / dargest. v. Alfred Zimmermann
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Reichthum des Landes.

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Viertes Kapitel.

Pizarro suchte die Indianer gegen seine sonstige Gewohnheit durch Güte zu gewinnen und machte sich dann im Mai 1532 zu­nächst daran, die Gegend zu erforschen, um einen geeigneten Platz für eine dauernde Niederlassung zu finden. Das wasserreiche Thal Tangarala schien ihm dazu passend und er gründete dort die Stadt Sän Miguel. Jeder Kolonist erhielt ein Stück Land und eine Anzahl Eingeborener zu seiner Bearbeitung zugetheilt. Das bis dahin erworbene Gold ließ er einschmelzen und nach Panama schicken, um dort Schulden zu bezahlen und Stimmung zu machen. Wie Pizarro feststellte, lagerte der Inka Atahuallpa mit seinem Heere nur 10 bis 12 Tagemärsche von Sän Miguel entfernt. Ihn aufzusuchen, um eine Entscheidung herbeizuführen, war der nächste Schritt. Mit den nach der Besetzung der Stadt durch 50 Mann übrigbleibenden 17? Soldaten, darunter 67 Reiter, brach Pizarro am 24. September 1532 nach Caxamalca auf. Die Eingeborenen zeigten sich allenthalben freundlich und gastfrei. Dennoch wurden die Spanier angesichts der ihnen überall entgegentretenden Kultur und wohlgeordneten Verhältnisse etwas kleinlaut und neun zogen es mit Erlaubniß des Generals vor, von unterwegs nach Sän Miguel zurückzukehren. Der Rest war entschlossen, Leib und Leben an das Unternehmen zu setzen. In der Stadt Zaran angelangt, schickte Pizarro den Hernando de Soto auf Kundschaft voraus. Er stieß auf das Lager des Inka und kam mit Gesandten desselben zu seinem General zurück.

Was de Soto von den Reichthümern des Landes berichtete, spannte die Begierde der Abenteurer aufs Höchste. Pizarro ver­ständigte sich mit den Gesandten durch die Peruaner, welche er seiner Zeit mit nach Spanien genommen und im Spanischen unterwiesen hatte. Er zog dann, allerdings sehr langsam, immer in der Hoff­nung auf Nachschub, nach dem Lager des Inka, obwohl viele seiner Leute lieber nach der unvertheidigtcn Hauptstadt Cuzko gegangen wären. Durch einen eingeborenen Boten ließ er den Fürsten von seinem Nahen benachrichtigen und vergewisserte sich, ob ihm nicht ein Hinterhalt in den Bergen gelegt sei. In zwei Kolonnen wurden die engen und gefährlichen Paßwege, welche über die Kordilleren führten, glücklich überschritten. Die in den Bergen vorhandenen Befestigungen

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