Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1896) Die Kolonialpolitik Portugals und Spaniens : in ihrer Entwickelung von den Anfängen bis zur Gegenwart : mit einer Karte in Steindruck: Übersicht des portugiesischen und spanischen Kolonialbesitzes gegen Mitte des 16. Jahrhunderts / dargest. v. Alfred Zimmermann
Entstehung
Seite
266
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Zweiter Weil.

Aie Kroöerung Werikos und ^erus.

Vrstes Kapitel.

Ebenso bedeutsam für die Geschichte der spanischen Kolonisation sind die schon vor den Ereignissen in Daricn erfolgte Besitzergreifung von Kuba und die Ansiedelungsversuche auf dem mexikanischen Gebiete geworden.

Die Kolonisation Kubas begann 1511 auf Anweisung der Casa de Contratacion von Hispaniola aus. Es nahmen an der Expedition über 300 Freiwillige theil, die Leitung hatte der Kapitän Diego Belasquez, welcher seit Jahren in Hispaniola thätig gewesen war und große Repartimicntos dort besaß. Die Eingebornen Kubas, welche durch einen aus Hispaniola geflüchteten Kaziken aufgewiegelt waren, widersetzten sich der Ansiedlung der Spanier mit Gewalt. Sie wurden aber geschlagen und ihr Führer gefangen. Man verurtheilte ihn zum Tode, wollte ihn aber vorher bekehren. Doch der tapfere Häuptling fragte, ob es im Himmel auch Spanier gebe, und als das bejaht wurde, erklärte er, lieber zur Hölle zu wollen, um nur keinen Spanier mehr zu treffen.

An der Bucht de Palmas wurde eine Niederlassung Nuestra Seüora de la Asuncion de Baracoa gegründet und dann in derselben Weise wie in Hispaniola das Land mit den darauf wohnenden Indianern an die weißen Einwanderer als Repartimientos vergeben. Die Eingeborenen, die keineswegs geneigt waren, freiwillig die Zwangsarbeit zu übernehmen, flüchteten ins Innere und es bedurfte langer Kämpfe, ehe es gelang, ihrer Herr zu werden. Während