Hrster Ubeil.
^ Indien. 7^
Die Anfänge.
<^en Portugiesen gebührt der Ruhm, die Bäter der modernen Kolonialpolitik zu sein. Sie haben zum ersten Male die Schleier, welche Jahrtausende hindurch den größten Theil Afrikas und Asiens, sowie ganz Amerika und Australien der Kulturwelt verhüllten, gelüftet und den Drang zur Besitznahme und Ausbeutung der neuen Welten geweckt. Den Ausgangspunkt für ihre Unternehmungen hat das Portugal benachbarte und für seinen Handel wichtige Westafrika gebildet.
Jahrhunderte hindurch waren alle die Kenntnisse, welche die Phönizier und Aegypter von den Küsten Afrikas und Asiens besessen haben, verloren. Man besaß keine Vorstellung mehr von dem atlantischen Gestade Nordwestafrikas und den dort vorliegenden Inseln. Man wagte selbst die Fahrt aus dem Mittelmeer nach den westeuropäischen Häfen erst wieder im 14. Jahrhundert. Die Genueseu unternahmen damals das Wagniß. Als ihre Flotten auf dem Wege keiner der Gefahren, von denen die Sage fabelte, begegneten, wurden sie kühner und gingen auch nach Süden zu auf Entdeckungen aus. Mau fand dabei die „glücklichen Inseln", die Kanarien. Trotzdem die ersten Besucher sich von ihnen schwer enttäuscht fanden, folgten bald andere Seefahrer ihren Spuren, und Portugal wie Spanien erhoben Anspruch auf den Besitz der Inseln. Verschiedene Abenteurer ließen sich hier wie auf den später entdeckten Azoren und Madeira
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