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Neu-Kamerun : das von Frankreich an Deutschland im Abkommen vom 4. Nov. 1911 abgetretene Gebiet ; beschrieben auf Grund der bisher vorliegenden Mitteilungen / von Karl Ritter
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es als eine ganz kleine Eingeborenen-Siedelung, bestehend aus 15 elenden Fischerhütten bezeichnet, nach einer anderen Meldung sollen hier aber vorübergehend Posten stationiert sein. Nach den Eintragungen auf Blatt 21 der Carte fluviale du Congo von Augouard und Leray 1908, 1:50000, befinden sich in Bonga ein französischer Militärposten, eine Faktorei, eine Missionsniederlassung und ein Holzposten für die Ver­sorgung der Dampfer mit Brennholz. Wieweit das richtig ist, muß weiterer Feststellung Vorbehalten bleiben. Das steht jedenfalls jetzt schon fest, daß Bonga monatelang unter Wasser steht.

III. Das Ost-Gebiet.

Literatur.

Lenfant, La decouverte des grandes sources du centre de lAfrique, Paris 190g. Derselbe, La grande route du Tchad, Paris 1905.

Aug. Chevalier, lAfrique Centrale Frangaise, Paris 1908.

Le Tour du Monde 1908, S. 385480; 1896, S. 136.

Questions Diplomatiques et Coloniales 1909, S. 406.

Mouvement Geographique 1902, S. 159, 175, 379, 391, 415; 1903, S. 18, 238, 256; 1904, S. 164, 337; 1907, S. 69, 415.

Anthropologie 1911, Juniheft.

Mitteilungen aus den deutschen Schutzgebieten 1905, S. 89, 32öff.; 1906, S. 1 ff.; 1911, S. i6ff.

La Geographie 1908, S. 338, 453.

Revue Coloniale 1903/04, S. 637, Renseignements Coloniaux 1911, S. 276.

Die Grenze des Ostgebietes wird im November-Abkommen wie

folgt bestimmt:

Elle continuera ensuite (Botungo) du sud au nord, selon une direction ä peu pres droite, jusquä Bera Ngoko. Elle sinflechira ensuite dans la direction du confluent de la Bo- dingue et de la Lobaye et descendra le cours de la Lobaye jusquä lOubanghi au nord de Mongoumba.

Sur la rive droite de lOubanghi et suivant la disposition geographi­que des lieux, le territoire allemand sera determmö de fa$on ä sötendre sur un espace de 6 kilometres au moins et de 12 kilometres au plus;

Sie erstreckt sich danach (nach Botungo) von Süden nach Norden in ungefähr gerader Richtung bis nach Bera Ngoko, biegt von dort in der Richtung auf die Vereinigung des Bodinke und des Lobaje um und geht den Lobaje talab bis zum Ubangi nördlich von Mongumba.

Auf dem rechten Ufer des Ubangi wird das deutsche Gebiet je nach der geographischen Gestaltung der Örtlichkeit so bestimmt sein, daß es sich auf eine Strecke von minde- tens 6 und höchstens 12 Kilometer