darüber noch hinaus und rechnen mit bis zu 18 Milhonen. Wie anderwärts in Afrika mußten auch hier die ersten überschwänglichen Erwartungen bezüglich der Bevölkerungszahl stufenweise herabgesetzt werden; jedoch scheinen die angegebenen geringsten Schätzungen heute schon unter den tatsächlichen Bevölkerungsstand herunterzugehen.
B. Die natürlichen Verhältnisse von Neu-Kamerun 1 ).
Von diesem nach seinen natürlichen Verhältnissen eben kurz beschriebenen Gebiete hat Frankreich durch das deutsch-französische Abkommen vom 4. November 1911, betreffend die beiderseitigen Besitzungen in Äquatorial-Afrika 2 ), ein Gebiet von etwa 280 000 qkm 3 ) an Deutschland abgetreten. Davon entfallen etwa 50 000 qkm auf den sich südlich an Alt-Kamerun anschließenden Teil und 230 000 qkm auf den Sanga-Vorsprung und den östlich an Alt-Kamerun sich anschließenden Teil einschließlich des Ubangi-Vorsprunges.
Dem Verlaufe der Grenze folgend, soll zuerst das Südgebiet, dann der Sanga-Vorsprung, dann das Ostgebiet dargestellt werden.
I. Das Südgebiet.
Literatur:
A. Cottes, La Mission Cottes au Sud-Cameroun, Paris 1911.
Koloniale Rundschau, 1912, S. 225t.
Mouv. G6ogr. 1900, S. 107, 401; 1901, S. 37, 571; 1903, S. 99; 1907, S. 65.
La Geographie 1911, 2. Teil, S. 287.
Revue coloniale 1902, S. 470; 1902/03, S. 171, 576; 1903/04, S. 15.
Die Grenze dieses Gebietes ist im Norden die bisherige Südgrenze Kameruns und die Südgrenze von Spanisch-Guinea und im Westen der Atlantische Ozean. Die Südgrenze ist im November-Abkommen wie folgt festgesetzt:
La frontiere partira du cöte de Die Grenze geht vom Atlantischen l’Atlantique d'un point ä fixer sur Ozean aus, sie setzt an am östlichen la rive orientale de la baie de Monda, Ufer der Bai von Monda, an einer vers l’embouchure de la Massolie. noch zu bestimmenden Stelle, geht Se dirigeant vers le nord-est, la weiter nach der Mündung des Mas- frontiere obliquera vers 1’angle sud- solie zu und biegt nordöstlich ver- est de la Guinee espagnole. Elle laufend nach dem südöstlichen Win-
*) Vgl. die Karten am Schlüsse.
2 ) Im Anhänge I abgedruckt.
3 ) Nach den niedrigsten Schätzungen etwa 225 000 qkm.