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geborenen unvermeidlich und bedingen vielfache Ansteckungsgelegenheit, so daß es trotz aller Reinlichkeit nicht ganz selten zur Übertragung der Krankheit kommt.
Die Krätze beruht, wie Sie vielleicht wissen, auf der Einwanderung einer Milbenart in die Haut, namentlich der Hände, des Penis, der Finger und Schwimmhäute. Die einzelnen Eingangsstellen markieren sich als kleine rote Fleckchen mit entzündeter Umgebung; dem Sitz der Milbe entspricht ein dunkles Pünktchen am Ende ihres Ganges. Das intensive ducken, welches besonders nachts auftritt, veranlaßt zu heftigem Kratzen, durch das der Reiz in der weiteren Umgebung unterhalten wird. So kann es namentlich in den Tropen, wo die Haut empfindlich ist, leicht zu unangenehmen Entzündungen kommen. Wie Sie die Erkrankung am sichersten verhüten, geht ja schon aus dem hervor, was wir Ihnen über die Art sagten, wie man sie sich zuzieht. Möglichst vollkommenes Vermeiden des Kampierens in Negerhütten und der näheren Berührung mit. Eingeborenen überhaupt ist das sicherste Mittel zur Verhütung der Ansteckung. Haben Sie sich die Krankheit doch zugezogen — verwechseln können Sie sie nach dem, was Sie gehört haben, kaum mit irgend etwas anderem —, so ist das absolut sichere Mittel zur Tötung der Milben der Perubalsam der in Ihrer Apotheke vorhanden ist. Sie mischen ihn nach der Ihnen noch später gegebenen Vorschrift etwa im Verhältnis 1:5 mit reiner Vaseline und reiben die Salbe kräftig in die befallenen Hautpartien ein. Nach 2—3 maliger energischer Anwendung des Mittels können Sie sich mit großer Sicherheit darauf verlassen, daß alle Milben getötet und die Krankheit geheilt ist. Der Perubalsam macht übrigens wie das Chrysarobin, sehr schwer tilgbare Flecken in der Wäsche.
Zwölfte Vorlesung.
Tierische Parasiten des Menschen in den Tropen.
(iuinenwurm. Filaria loa. Zecken. Sandflöhe. Landblutegel. Fliegenlarven. Hundertfüße. Skorpione.
Wir gelangen nunmehr zur Besprechung einer Anzahl höher organisierter Schmarotzer, welche im gemäßigten Klima